25.2.2020

Zuwenig Schutz vor Gefahren des Einsatzes künstlicher Intelligenz

Im am 19.2.2020 veröffentlichten Weißbuch über künstliche Intelligenz (KI) erklärt die EU-Kommission íhr oberstes Ziel so: KI muss vertrauenswürdig sein! Sie macht kein Hehl daraus, dass Nutzen und Gefahren dicht beieinanderliegen. So richtig der Befund über die enormen Risiken, so schwach die Rechtsinstrumente, die die EU-Kommission schlussendlich erwägt, insbesondere, wenn es sich um personenbezogene Daten handelt. 

Die AK-Konsumentenschützer warnen, dass der vorgeschlagene risikobasierte Ansatz KonsumentInnen unzureichend schützt: Pflichten soll es nur bei „high-risk“ Anwendungen geben. Für alles andere soll ein freiwilliges Gütezeichen reichen.

Verbindliche Regeln für alle Risikoklassen!

Das Vertrauen der KonsumentInnen wird die EU-Kommission mit einem fragwürdigen zwei Klassen-Schutzniveau nicht gewinnen, kritisieren die AK-Konsumentenschützer und fordern abgestufte aber verbindliche Regeln für alle Risikoklassen. Herbe Kritik erntet die EU Kommission für ihren fehlenden Mut in Bezug auf die Analyse biometrischer Merkmale (wie Gesichtserkennungssoftware an öffentlichen Plätzen). Für den Grundrechtsschutz in der EU ist es das falsche Signal, eine Debatte anzustoßen, statt ein Verbot auszusprechen.

Tipp

Die gesamte AK Publikation zum Weißbuch der europäischen Kommission finden Sie hier.

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