18.7.2018

Juni-Inflation: Her mit einem neuen Mietrecht!

„89 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen eine Mietzinsobergrenze. Das ist ein Ergebnis unserer Dialog-Initiative ‚Wie soll Arbeit?‘“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Das zeigt, wie dringend nötig eine Mietrechtsreform mit klaren Mietzinsobergrenzen ist.“ Die Mieten sind fast doppelt (plus 3,6 Prozent) so stark gestiegen wie die Jahresinflation (plus zwei Prozent). Das zeigen die aktuellen Inflationsdaten der Statistik Austria.

Mehr als eine Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern haben sich an der gemeinsamen Dialog-Initiative von AK und ÖGB „Wie soll Arbeit?“ beteiligt. Sie startete im April und lief bis Ende Mai. 89 Prozent sagen: Wir wollen klare Mietzinsobergrenzen!

„Viele Menschen können sich die eigenen vier Wände immer schwerer leisten“, bekräftigt AK Präsidentin Renate Anderl. „Ein Bekenntnis der Regierung zu einem neuen Mietrecht ist schön und gut, aber zu wenig. Es fehlt der Zeitplan zur Finalisierung“, so Anderl. „Ein neues Mietrecht muss verständlich, anwenderfreundlich, gerecht und transparent sein – so wie es die Bundesregierung vorschlägt. Aber es muss unbedingt Maßnahmen zur wirksamen Mietensenkung enthalten, also klare Mietzinsbergrenzungen für den Großteil der Wohnungen enthalten“, betont Anderl: „Ein neues Mietrecht ist das eine, mehr neue geförderte Wohnungen, die langfristig leistbar bleiben, das andere.“ 

Forderung

Wohnen muss leistbar sein – die AK fordert:

  • Klare Regeln, um die Mieten zu begrenzen;  
  • Befristungen abschaffen, außer bei Eigenbedarf der VermieterInnen;  
  • Runter mit den Betriebskosten durch Streichen von Grundsteuer und Versicherungen aus dem Betriebskostenkatalog;  
  • Weg mit der Maklerprovision für MieterInnen – so wie seit 1. Juni 2015 in Deutschland;  
  • Klare Erhaltungsregeln für VermieterInnen für die gesamte Wohnungsausstattung. 

Kontakt

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Prinz Eugenstraße 20-22
1040 Wien

Telefon: +43 1 50165-0

- erreichbar mit der Linie D -

"Eine Mietrechtsreform mit klaren Obergrenzen ist dringend nötig!"

Renate Anderl, AK Präsidentin