22.4.2016
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Halbe-halbe: Wunsch da – Eltern mehr unterstützen!

Halbe-halbe bei Kinderbetreuung und Hausarbeit – eine aktuelle AK Online-Umfrage bei 1.800 Frauen und Männern zeigt: Eltern teilen sich zunehmend Kinderbetreuung und Hausarbeit. „Eltern wünschen sich verstärkt eine partnerschaftliche Teilung bei Kinderbetreuung und Hausarbeit. Aber leider passen oft die Rahmenbedingungen nicht“, sagen AK Präsident Rudi Kaske und ÖGB Vizepräsidentin Renate Anderl anlässlich der AK Messe „Beruf Baby Bildung“. Die AK verlangt einen Rechtsanspruch auf einen Papamonat und einen weiteren Ausbau der Kinderbetreuung.  Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: „Um die partnerschaftliche Aufteilung von Kinderbetreuung zu fördern, braucht es einen Papamonat für Väter, die die erste prägende Zeit gemeinsam mit der Familie erleben möchten. Die derzeit anstehende Reform des Kinderbetreuungsgeldes muss daher gute Rahmenbedingungen für Partnerschaftlichkeit schaffen.“

Eine (nicht repräsentative) AK Online-Umfrage bei 1.300 Frauen und 500 Männern zeigt: Ein Fünftel der Frauen und ein Viertel der Männer geben an, halbe-halbe bei der Hausarbeit zu machen. Ein Viertel der Frauen und 42 Prozent der Männer sagen, sie teilen sich die Kinderbetreuung.

Frauen tragen bei Kinderbetreuung und Hausarbeit die Hauptlast

Fakt ist aber, dass meist noch immer die Frauen bei Kinderbetreuung und Hausarbeit die Hauptlast tragen. Das auch, weil Unternehmen oft keine familienfreundlichen Arbeitszeiten anbieten. Die Folge ist, dass viele Mütter Teilzeit arbeiten – oft auch unfreiwillig. Vollzeitarbeit hingegen ist Männersache. Eine kürzlich von der AK präsentierte Auswertung des Mikrozensus zeigt: Vollzeitarbeitskräfte wollen durchschnittlich um eine Stunde und 48 Minuten pro Woche kürzer arbeiten, Teilzeitarbeitskräfte hingegen um zwei Stunden und 42 Minuten länger. 

Derzeit wird in Deutschland das Modell der sogenannten Familienarbeitszeit diskutiert. Demnach sollen Eltern dann einen Teil vom Vollzeitlohn ersetzt bekommen, wenn Mutter und Vater wegen der Kinderbetreuung nur mehr 32 Stunden pro Woche arbeiten. Dieses Modell findet auch in der AK Online-Umfrage bei Männern und Frauen großen Anklang: Je 60 Prozent meinen, das wäre jedenfalls ein interessantes Modell für sie. Ein Viertel meint, es könnte vielleicht ein interessantes Modell für sie sein. Die Idee bewerten Angestellte, ArbeiterInnen, öffentlich Bedienstete, Karenzierte und Jobsuchende gleichermaßen positiv. 

Forderung

Eltern brauchen Unterstützung, damit halbe-halbe wirklich Realität wird.


  • Rechtsanspruch auf Papamonat: Das Recht auf einen bezahlten Papamonat gegenüber dem Arbeitgeber sollte gesetzlich verankert werden.

  • Gleichstellungsbonus erfüllen: Mit der Reform des Kinderbetreuungsgeldes soll der Gleichstellungsbonus von 1.000 Euro kommen. Er belohnt Paare, die sich die Babypause gerecht aufteilen.

  • Ausbau von Kinderbetreuung und Kinderbildung: Der Bund muss den Ausbau der Kinderbetreuung, besonders für Kinder unter drei Jahren, unterstützen und die laufenden Kosten sicherstellen (aufgabenorientierter Finanzausgleich). Gemeinden mit einem guten Angebot an Kinderbetreuung und Kinderbildung sollen laufend mehr Mittel bekommen.

  • Arbeitszeitwünsche im Betrieb erfassen: Viele Betriebe kennen die Arbeitszeitwünsche der Beschäftigten nicht. Es ist notwendig, diese im Betrieb systematisch zu erfassen und in der Personalplanung zu berücksichtigen.

Elementarbildung gerecht finanzieren

AK Präsident Rudi Kaske: „Gemeinden, die mehr bei der Kinderbildung und –betreuung bieten, sollen dafür auch belohnt werden.“

Partnerschaftliche Teilung

Wir fordern ein Papamonat und einen Gleichstellungsbonus im Pensionskonto, um die Väterbeteiligung bei der unbezahlten Kinderbetreuung zu steigern.

Kindergarten weiterentwickeln

Sozialpartner und IV haben 2015 ein 10 Punkte-Programm zur „Zukunft der Elementarbildung in Österreich“ erarbeitet, das nunmehr aktualisiert wurde.

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