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Partnerschaftliche Teilung fördern

Unbezahlte Kinderbetreuung ist noch immer weitgehend Frauensache. Bei der Umgestaltung der Familienförderung, die sich die Regierung ins Programm geschrieben hat, soll daher die partnerschaftliche Teilung stärker unterstützt werden, fordert die AK. Zwar ist die Väterbeteiligung beim Kinderbetreuungsgeld mit der Einführung der Kurzmodelle gestiegen. Mittlerweile beteiligen sich rund 18 Prozent der Väter daran. Allerdings beziehen die meisten Väter nur für einen sehr kurzen Zeitraum das Kinderbetreuungsgeld.

Teilzeitbeschäftigung bei Frauen extrem hoch

Hingegen ist die Teilzeitbeschäftigung bei Frauen mit Kleinkindern extrem hoch: Fast 80 Prozent der Frauen mit Kindern zwischen 3 und 6 Jahren arbeiten laut Statistik Austria in Teilzeit, bei Männern sind es nur 5 Prozent. Die Folgen dieser Arbeitsteilung sind bekannt: keine eigenständige Existenzsicherung von Frauen, Auseinanderklaffen der Lohnschere und Nachteile mit Teilzeit beim beruflichen Fortkommen.

Die AK fordert daher, die partnerschaftliche Aufteilung zu einem zentralen Anliegen der Familienpolitik zu machen, konkret durch zwei Maßnahmen:

FORDERUNGEN
  • Papamonat: Ein bezahltes Papamonat hilft, die bisherige Rollenverteilung anlässlich der Geburt aufzubrechen und in Betrieben mehr Aufgeschlossenheit für Väterbeteiligung herzustellen.

  • Gleichstellungsbonus: Ein Gleichstellungsbonus im Zuge der Reform des Kinderbetreuungsgeldkontos soll einen stärkeren Anreiz für eine partnerschaftliche Teilung bringen, als bisher. Eltern, die sich die Kinderbetreuung ausgewogen teilen, sollen mehr Geld erhalten.

Bessere Unterstützung für Alleinerziehende

Eine höhere Unterstützung soll es allerdings auch für Alleinerziehende geben, für die eine partnerschaftliche Aufteilung nicht möglich ist. Um die Vereinbarkeit zu unterstützen, müssen auch der Ausbau und die Qualitätsverbesserung der Kinderbetreuung im Zentrum stehen.

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