Corona Impfstoff  © skd, stock.adobe.com
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30.4.2021

Globale Impfungleichheit bekämpfen: Keine Profite mit der Pandemie! 

Die global geteilte Gefahr von Coronavirus-Mutationen zeigt, dass die „Pandemie erst vorbei ist, wenn sie für alle vorbei ist“. Deswegen hat auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen dazu aufgerufen, Covid-19 Impfstoffe zu einem globalen öffentlichen Gut zu machen.

Denn der Schutz vor Covid-19 darf kein Luxus für wenige sein. Vielmehr müssen Impfungen und lebensnotwendige Behandlungen gegen Covid-19 weltweit für alle Menschen so schnell wie möglich gesichert werden. 

Impfungleichheit und Versorgungsengpässe

Dieses Ziel trifft jedoch auf eine gravierende Impfungleichheit und Versorgungsengpässe in der weltweiten Bekämpfung der Pandemie. Denn bislang gilt: 85 ärmere Länder werden nicht vor 2023 über ausreichenden Zugang zu Impfstoff gegen Covid-19 verfügen.

Diese Kluft zeigt sich auch bei den Verkaufszahlen: Reiche Länder (rund 16 Prozent der Weltbevölkerung) haben sich mit exklusiven Verträgen 70 Prozent der verfügbaren Impfstoffmengen gesichert.  

Know-How schneller verfügbar machen!

Vor diesem Hintergrund fordern mittlerweile mehr als 100 Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO), für die Dauer der Pandemie sog.„handelsbezogene geistige Eigentumsrechte“ für wichtige medizinische Produkte wie z.B. Impfstoffe, Testkits oder Beatmungsgeräte auszusetzen (sog. „TRIPS-waiver“). Mit dieser Ausnameregelung würden die Staaten auch von möglichen Patentstreitigkeiten in der WTO Abstand nehmen. 

Stattdessen soll gerade so wichtiges Know-How für die weltweite Bekämpfung von Covid-19 untereinander schneller verfügbar gemacht und besser geteilt werden. Denn in der aktuellen Notlage müssen weltweit alle Möglichkeiten zur Herstellung von Covid-19 Impfstoffen sowie Arzneien voll ausgeschöpft werden.  

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