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7.11.2022

Brief von AK Präsidentin Anderl an die reichsten Menschen in Österreich

„Wussten Sie, dass Sie gemeinsam mit den anderen 99 Reichsten etwa gleich viel Vermögen haben wie 5,5 Millionen Menschen in Österreich zusammen?“ Das fragt AK Präsidentin Renate Anderl jene die Menschen, die laut „trend“-Ranking zu den 100 reichsten des Landes gehören. Sie fordert die besonders Vermögenden außerdem dazu auf, sich öffentlich für die gerechtere Besteuerung von Vermögen stark zu machen.

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Renate Anderl auf Twitter: Die Pipifax-Steuern, die die Reichen derzeit zahlen, sind nicht gerecht. Da geht mehr. Deshalb bekommen die 100 Reichsten Post von mir. Hier geht's zum Video

5 Milliarden Euro würde eine Vermögenssteuer im Jahr bringen

Derzeit tragen die Massensteuern auf Konsum und Arbeit – die von den Vielen getragen werden – knapp 85 Prozent zum Staatshaushalt bei. Aus vermögensbezogenen Steuern fließen aber gerade einmal 1,4 Prozent in die Staatskassa. Das ist auch im internationalen Vergleich sehr wenig. 5 Milliarden Euro – so viel Geld könnte der Staat jährlich zusätzlich durch die Einführung einer Vermögenssteuer einnehmen.  

Einige reiche Österreicher:innen unterstützen zwar Hilfsaktionen und spenden an karitative Einrichtungen. „Ich möchte aber nicht in einem Charity-Staat leben wie in den USA oder in Großbritannien, wo soziale Sicherheit von privatem Wohlwollen abhängt und nicht für alle als Menschenrecht gewährleistet ist“, schreibt die AK Präsidentin Renate Anderl.

Österreich sei ein sehr gut funktionierender Sozialstaat, doch es gäbe noch viele Herausforderungen zu bewältigen: „Wir brauchen bessere Schulen und moderne Bildungseinrichtungen, damit jedes Kind von Beginn an die besten Chancen bekommt. Wir brauchen eine bessere Gesundheitsversorgung, damit man nicht monatelang auf einen Arztbesuch warten muss. Wir brauchen mehr Investitionen in Pflege, in den Klimaschutz, wir brauchen bessere Absicherung im Fall von Arbeitslosigkeit. Für mich ist der Sozialstaat der sichere Boden, der mutige Sprünge ermöglicht und in dem niemand Angst vor einem schmerzhaften Fall haben muss“, so die AK Präsidentin.

Ganzer Brief im Wortlaut

Den ganzen Brief im Wortlaut finden Sie hier


Mehr als 1,5 Mio. in Österreich sind arm oder armutsgefährdet

Diese Menschen müssen mit weniger als 1.400 Euro netto im Monat auskommen. Armut hat Namen und Gesichter – leider viel zu viele. 


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