19.2.2019

Anderl zu Karfreitag: „Ein Vierteltag ist zu wenig!“

„Ein Vierteltag ist zu wenig!“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl zu dem Vorstoß der Regierungsparteien für eine diskriminierungsfreie Kar­freitags-Regelung, mit der alle ArbeitnehmerInnen erst ab 14 Uhr frei haben sollen.

„Das ist nicht einmal ein Halbtag, sondern nur ein Vierteltag. Laut einer Unique-Umfrage haben knapp 40 Prozent der ArbeitnehmerInnen bereits jetzt am Freitag früher Schluss. Sie profitieren also nicht. Evangelischen, Altkatholik­Innen und MethodistInnen würde die Regierung – entgegen ihrem Versprechen – sogar einen Feiertag wegnehmen. Das ist eine äußerst respektlose Vorgangs­weise gegenüber den ArbeitnehmerInnen. Ich fordere hier mehr Wert­schätzung und einen vollen freien Tag für alle ArbeitnehmerInnen!“ 

Die AK hat den freien Karfreitag oder volles Feiertagsarbeitsentgelt für alle erstritten. Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs können alle Arbeit­nehmer­Innen bei ihrem Arbeitgeber einen freien Tag am Karfreitag verlangen. Der Vorschlag der Regierungsparteien würde den Arbeit­nehmer­Innen einen halben Tag wieder wegnehmen. 40 Prozent aller Arbeit­nehmer­Innen, die laut einer Unique-Umfrage für die AK am Freitag sowieso früher Schluss machen, würden gar nicht profitieren.

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