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Register für nicht-ärztliche Gesundheitsberufe

Das neue Register für Gesundheitsberufe ist sowohl für diese Berufsgruppen als auch für Betroffene von Vorteil. Ziel ist, die erworbenen Qualifikationen im Gesundheitsbereich aufzuwerten und mehr Patientensicherheit zu gewährleisten. Damit steigt das Niveau des Gesundheitsschutzes, weshalb bereits in mehr als 14 Ländern der EU ein Register eingeführt wurde.

Nationalrat und Bundesrat haben 2016 dazu ein Gesetz beschlossen und die AK mit der Registrierung betraut. Die Berufsverbände, der ÖGB und die AK setzten sich für die Registrierung ein. Im Interesse der Menschen, die in den Gesundheitsberufen arbeiten und der Betroffenen! Die Eintragung ins Register beginnt am 1. Juli 2018.

Wer soll registriert werden?

Registriert werden die Berufstätigen und Absolventinnen in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der gehobenen medizinisch-technischen Dienste. Das sind weit über 120.000 im Beruf stehende Menschen und jährlich ca. 10.000 AbsolventInnen:

  • Berufsangehörige der Gesundheits- und Krankenpflege (Gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz, Pflegeassistenz)

  • Berufsangehörige der gehobenen medizinisch-technischen Dienste (DiätologInnen, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen, OrthoptistInnen, Physiotherapeutinnen, Biomedizinische AnalytikerInnen und RadiologietechnologInnen)

Welche Registrierungsbehörden sind zuständig?

  • Die AK führt die Registrierung für jene Berufsangehörige durch, die auf Grund der Ausübung ihres Berufs Mitglieder der AK sind, sowie für die Absolventinnen der Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz.

  • Die Gesundheit Österreich GmbH registriert die (überwiegend) freiberuflich Tätigen.

Welche Vorteile bringt das Register?

Vorteile für Berufsangehörige:

Ihr Beruf wird aufgewertet: Nur wer die entsprechenden Qualifikationen hat, wird ins Register aufgenommen. Mit Ihren bestätigten Ausbildungen und erwähnten Spezialisierungen können Sie bei PatientInnen punkten.

Arbeitsplatzwechsel leicht gemacht: Sie ersparen sich mühevolles Zusammentragen von Zeugnissen und Ihre zukünftigen Arbeitgeber können auf Ihre im Register ausgewiesene Qualifikation und Eignung vertrauen.

Berufsausweis: Sie erhalten einen offiziellen Berufsausweis, um jederzeit Ihre Qualifikation nachweisen zu können.

Vorteile für Betroffene:

  • Qualitätssicherung und Transparenz: Sie können überprüfen, ob die angegebene Ausbildung tatsächlich absolviert wurde und ob der Berufsberechtigte Arbeitsschwerpunkte oder Zielgruppen hat.

Insbesondere im freiberuflichen Bereich sind Sie so abgesichert.

Online-Registerabfrage:

  • Betroffene erfahren aus dem Register verlässlich, wie gut und umfassend Anbieter von Gesundheitsleistungen ausgebildet sind. Es informiert über: Qualifikationen, Berufsausbildung, zusätzliche Weiterbildungen, Spezialisierungen

  • Außerdem werden eventuelle freiberufliche Tätigkeiten und Verträge mit Krankenkassen und Krankenfürsorgeanstalten erfasst.

Die Arbeiterkammer als „Registrierungsbehörde“

  • Effizient: Der überwiegende Anteil der zu registrierenden Beschäftigten sind AK Mitglieder. Das stellt eine effiziente Umsetzung sicher.

  • Vertrauenswürdig: Die AK ist eine neutrale, demokratisch legitimierte Institution und gilt den Österreicherinnen und Österreichern als vertrauenswürdigste Institution.

  • Vorteilhaft: Die AK wird für die Registrierung bzw. den Aufbau und die Verwaltung des Registers keine Kosten in Rechnung stellen. Darüber hinaus hat die AK erreicht, dass auch die ursprünglich vorgesehene Vergebührung beim Finanzamt weggefallen ist.

  • Serviceorientiert: Mit 90 Beratungszentren in allen Bundesländern ermöglicht die AK die Registrierung rasch und unbürokratisch. Die Antragstellung ist persönlich, im Internet oder in vielen Fällen am Arbeitsplatz möglich und erfordert nur wenige Dokumente: Antrag, Diplom/Zeugnis/Bescheid, Identitätsnachweis, Passbild. BerufseinsteigerInnen benötigen zusätzlich folgende Dokumente: Gesundheitszeugnis, Strafregisterauszug und Nachweis der Deutschkenntnisse.

  • Sicher: Die AK hat mit mehr als drei Millionen Mitgliedern das nötige Know-How in der Verarbeitung von großen Datenmengen und kann hohe Datensicherheit gewährleisten.
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