23.4.2020

AK Marterbauer zu Wifo-Update: Jetzt Arbeitsmarkt in den Fokus

„Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit muss jetzt oberste Priorität haben“, fordert AK Chefökonom Markus Marterbauer anlässlich der nach unten revidierten Prognose des Wifo für Österreichs Wirtschaftsentwicklung. Ziel ist, die Arbeitslosenquote rasch wieder auf das Niveau von 2019 und damit auf einen Prozentsatz von 7,4 zu bringen. Dafür brauchen wir mehr Personal für das AMS und Maßnahmen für die Qualifizierung der Arbeitslosen.

Kampf gegen Arbeitslosigkeit oberste Priorität

Das Wifo rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 5,2 Prozent (optimistisches Szenario) und 7,5 Prozent (pessimistisches Szenario). „Ich bin der Meinung, dass das pessimistische Szenario gar nicht pessimistisch ist.

Es könnte am Ende des Jahres auch ein stärkeres Minus herauskommen“, sagt AK Chefökonom Marterbauer. Für ihn hat daher der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit „oberste Priorität“: „Ziel muss sein, die Arbeitslosenquote von aktuell 8,7 Prozent innerhalb eines Jahres auf das Niveau von 2019 in Höhe von 7,4 Prozent zu drücken.“

Marterbauer fordert folgende Maßnahmen

  • Aufstockung des AMS-Personals um 500 MitarbeiterInnen – um die Vermittlungstätigkeit in gute Jobs verbessern zu können

  • Qualifikationsmaßnahmen - um Arbeitslose etwa aus dem Bereich Tourismus in systemrelevante Branche wie Gesundheit und Pflege weiterqualifizieren zu können

  • Programme für junge Menschen – um eine verlorene Generation zu vermeiden, müssen spezielle Ausbildungsprogramme für jugendliche Arbeitslose entwickelt und die Schul- und Studienplätze aufgestockt werden

  • Ältere Arbeitslose haben es in der aktuellen Zeit noch schwerer als sonst einen Job zu finden. Daher brauchen wir rasch die Etablierung spezieller Maßnahmen wie der von der AK vorgeschlagenen Chance45. Für Menschen im Alter über 45 Jahren, die länger als zwei Jahre arbeitslos waren, sollen langfristig gemeinnützige und kommunale 40.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.   

  • Investitionen in zukunfts- und systemrelevante Wirtschaftsbereiche wie Gesundheit und Pflege, Kinderbetreuung und Schulen, Umwelt und Klima etc. Das schafft krisensichere Arbeitsplätze.

  • Einführung einer Vermögensabgabe zur Finanzierung des Lastenausgleichs in der Corona-Krise

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