28.4.2020

AMS ist wichtigster Partner bei Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

„Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des AMS gebührt Respekt und unser aller Dank. Trotz dieser gewaltigen Herausforderungen geben sie ihr Bestes und leisten Hervorragendes. Es ist wirklich bemerkenswert, dass sich selbst viele Pensionistinnen und Pensionisten des AMS in der akuten Situation wieder in den Dienst stellten. Aber das ist keine Dauerlösung. Es muss sofort damit begonnen werden, das Personal nachhaltig aufzustocken, denn auch eine bestfunktionierende Organisation kommt einmal an ihre Grenzen“, verlangt AK Präsidentin Renate Anderl. 

Anderl fordert jetzt rasches Handeln der Regierung

Es steht außer Frage, dass die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zur wichtigsten politischen Aufgabe der nächsten Monate und Jahre wird. „Es muss unser aller Ziel sein, die extrem hohe Arbeitslosigkeit sukzessive wieder abzubauen. Dafür müssen wir alle an einem Strang ziehen“, fordert Anderl jetzt rasches Handeln der Regierung – allen voran der Arbeitsministerin und des Finanzministers. Insbesondere braucht es neben der ausreichenden budgetären Ausstattung auch genügend Personal.

Damit das AMS die Herausforderungen annehmen kann, braucht es ...

  • Dauerhafte Aufstockung des AMS-Personals um zumindest 500 MitarbeiterInnen – um die Unterstützung bei der Vermittlung in gute Jobs zu verbessern. Ein Betreuungsschlüssel von 1:100 muss das Ziel sein. Denn Untersuchungen des Wifo zeigen, dass eine bessere Betreuung und Unterstützung bei der Arbeitssuche sich für die Arbeitssuchenden auszahlt, aber auch für die Staatskasse.  

  • Das AMS braucht die Gewissheit, dass die notwenigen Budgetmittel rasch zu Verfügung stehen können. Das bedeutet Budgetsicherheit und höheres Förderbudget

    Das jährliche Gezerre um das AMS-Förderbudget erschwert die Planungen und gefährdet einen effizienten Mitteleinsatz. Es braucht also mittelfristige Budgetsicherheit, aber auch deutlich mehr Förderbudget. Mit rund 1,2 Mrd Euro 2019 standen dem AMS für die Förderung der jahresdurchschnittlich 363.000 Arbeitsuchenden pro Person gerademal 3.347 Euro zur Verfügung – und zwar in einer Zeit steigender Beschäftigung und sinkender Arbeitslosigkeit.

    Die aktuelle Arbeitsmarktkrise wegen der Corona-Maßnahmen der Regierung, sowie die dringend notwendige gesicherte, gute Berufsausbildung für alle Jugendlichen, aber auch die notwendigen Umschulungen erfordern aber mehr Mittel. Bei angenommenen 400.000 jahresdurchschnittlichen Arbeitssuchenden und 5.000 Euro/Kopf Förderbudget im heurigen Jahr müsste das AMS-Förderbudget für 2020 und 2021 zwei Mrd Euro betragen.

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