3.3.2020

AMS-Budget 2020: Ausreichend Vorsorge für Kurzarbeit treffen

Für viele ArbeitnehmerInnen ist Kurzarbeit bereits Realität, für andere kann sie in der nächsten Zeit Wirklichkeit werden. Im Budget 2020 des Arbeitsmarktservice (AMS) sind dafür 20 Millionen Euro eingeplant. Diese Summe ist faktisch bereits ausgeschöpft. In den laufenden Budgetverhandlungen für 2020 muss das Finanzministerium daher mehr Mittel für Kurzarbeit im heurigen Jahr freigeben, denn Kurzarbeit darf nicht durch Umschichtungen aus anderen AMS-Maßnahmen finanziert werden.

Finanzminister muss Budgetrahmen für Kurzarbeit erhöhen

„Kurzarbeit gegen die Ausbildung von FacharbeiterInnen etwa in der Pflege auszuspielen, ist aus unserer Sicht inakzeptabel“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. Aktuell drohen die wirtschaftlichen Unsicherheiten durch das Coronavirus massiv zu steigen, eine Ausweitung der Kurzarbeit auf die Exportwirtschaft und andere Branchen scheint immer mehr möglich. Anderl fordert daher, dass der Finanzminister dafür einen Budgetrahmen von 150 Millionen Euro für das AMS bereitstellt.

Budget des AMS ist bereits bis zum letzten Cent verplant

Es geht um Sicherheit für die Beschäftigten, für die Unternehmen und um die Möglichkeit sehr raschen Handelns, wenn die Notwendigkeit dafür besteht. „Dieses Geld muss ohne Kürzung der sonstigen Förderungen des AMS verfügbar gemacht werden. Das verlangt einfach die Gerechtigkeit“, sagt Anderl. Das Budget des AMS ist bereits bis zum letzten Cent verplant – für die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, für die Fachkräfteausbildung, etwa im Pflege- und Gesundheitsbereich. Zusätzliche Aufgaben erfordern daher zusätzliche Mittel. 

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