27.1.2017
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Kaske zu „Schule 4.0“: Erster Schritt, um digitale Kluft zwischen den Jugendlichen zu überwinden

„Wir weisen schon länger darauf hin, dass die Chancen auf digitale Bildung ungleich verteilt sind“, sagt AK Präsident Rudi Kaske: „Lehrlinge werden wesentlich seltener digital ausgebildet als Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Matura.“ Deshalb findet es Kaske „richtig und wichtig, dass jetzt alle Kinder und Jugendlichen fit für die Digitalisierung gemacht werden sollen“.

Gratis Laptops

Der Schwerpunkt der Bemühungen muss auf moderner Pädagogik liegen, so Kaske. Positiv sei der Plan, die LehrerInnen digital aus- und weiterzubilden: „Nur wenn die Lehrerinnen und Lehrer fit gemacht werden, können sie den Schülerinnen und Schülern digitale Kompetenzen nachhaltig vermitteln.“ Positiv ist für Kaske auch, dass alle ErstklässlerInnen in der Mittelstufe gratis mit einem Tablet und alle Jugendlichen im letzten Pflichtschuljahr gratis mit einem Laptop ausgestattet werden sollen.

Bei der Gestaltung des digitalen Unterrichts und bei den Kosten der Unterrichtsmaterialien müssen die Interessen der Kinder im Mittelpunkt stehen, verlangt Kaske. Durch ein eigenes Fach in der ersten Klasse Mittelstufe kann laut AK BildungsexpertInnen die Grundlage für den weiteren Erwerb digitaler Kompetenzen gelegt werden.

Keine zusätzlichen Kosten für die Eltern

Die digitalen Unterrichts- und Lernmaterialien müssen überdies komplett aus der Schulbuchaktion finanziert werden, damit es für die Eltern zu keinen zusätzlichen Kosten kommt. Der Plan der Bildungsministerin, das mobile learning-Projekt auszuweiten, geht in die richtige Richtung. Genutzt werden sollen für die digitale Bildung auch Smartphones, die ohnehin die meisten SchülerInnen besitzen.

Forderung

Wichtig ist, dass auch alle Lehrlinge einen Laptop gratis bekommen, so Kaske. Überdies muss die Berufsschulzeit ausgeweitet werden, damit mehr Zeit für das Entwickeln berufsspezifischer digitaler Kompetenzen bleibt.


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