Was ist unter „Ein­kommen“ zu ver­stehen?

Einkommen bei betrieblichen Tätigkeiten

Als Einkommen bezeichnet man bei einer betrieblichen Tätigkeit den Gewinn (= Einnahmen minus Ausgaben) abzüglich Sonderausgaben und außergewöhnlicher Belastungen.

Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit

Unter Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit versteht man die Einnahmen minus Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen.

Kombination unselbstständiger & selbstständiger Tätigkeit

Bei einer Kombination aus nichtselbstständiger Arbeit und betrieblicher Tätigkeit werden Einkünfte und Gewinn zusammengezählt. Davon werden noch die Sonderausgaben und die außergewöhnlichen Belastungen abgezogen. Die so ermittelte Summe ist das Einkommen, das versteuert werden muss.

Beispiel 1

Eine freie Dienstnehmerin erzielt im Jahr Einnahmen in Höhe von 18.680 Euro. Nach Abzug der getätigten Betriebsausgaben verbleibt ein Gewinn von 14.010 Euro. Zusätzlich wird das Pauschale für Sonderausgaben 60 Euro abgezogen. Außergewöhnliche Be­last­ungen sind nicht vorhanden. Versteuert werden muss daher ein Ein­kommen von 13.950 Euro.

Die Einkommensteuer beläuft sich vor Abzug möglicher Ab­setz­be­träge (Alleinverdiener-, Alleinerzieher- oder Unterhaltsabsetzbetrag) auf 737,50 Euro.


Beispiel 2

Eine Architektin arbeitet bei zwei Dienstgebern auf Basis freier Dienstverträge. Bei Dienstgeber A verdient sie 18.000 Euro. Bei Dienstgeber B arbeitet sie als geringfügig beschäftigte freie Dienst­nehmer­in und verdient 2.700 Euro. Nach Abzug aller Ausgaben verbleibt insgesamt für beide Tätigkeiten ein Gewinn von 16.140 Euro. Neben den pauschalen Sonderausgaben sind noch Kinder­be­treu­ungs­kosten in Höhe von 970 Euro angefallen, sonst liegen keine weiteren Sonderausgaben bzw. außergewöhnliche Belastungen vor. Versteuert werden muss daher ein Einkommen von 15.110 Euro.

Die Einkommensteuer beläuft sich vor Abzug möglicher Ab­setz­be­träge (Alleinverdiener-, Alleinerzieher- oder Unterhaltsabsetzbetrag) auf 1.027,50 Euro.