AK-Erfolg gegen Card Complete

Card Complete muss die seit Inkrafttreten des Zahlungsdienstegesetzes verrechnete Sperrgebühr sowie allenfalls verrechnete Rücklastschriftspesen und die für die Versendung der Monatsrechnung verrechneten Entgelte ebenso zurückzahlen wie die mit April 2015 bei den meisten Kreditkarten vorgenommene Erhöhung der jährlichen Kartengebühr.

Tipp

Einen Musterbrief zur Rückforderung der unzulässigen Entgelte und Infos zu den Card Complete-Gebühren finden Sie hier. 

Unzulässige Sperrgebühr

Die Arbeiterkammer hat 2012 eine Reihe von Klagen gegen Banken und Kreditkartenanbieter eingebracht, deren Ziel es war zu klären, ob die verwendeten Klauseln den Anforderungen des Zahlungsdienstegesetzes entsprechen. Unter anderem ging es in den Verfahren um eine Klausel, die bei Sperre der Maestro- bzw Kreditkarte eine Sperrgebühr vorsah. Der OGH hat bereits 2014 in einer Klage der AK die Sperrgebühr erstmals als unzulässig beurteilt und diese Rechtsansicht in AK Verfahren mehrfach bestätigt. Das hatte zur Folge, dass alle Banken und Kreditkartenunternehmen keine Sperrgebühr mehr verrechneten.

OGH-Urteil gegen Card Complete

Nur Card Complete hat trotz der vorliegenden OGH-Urteile weiterhin die Sperrgebühr von 40 Euro verrechnet. Nun liegt auch im Verfahren gegen Card Complete – sechs Jahre nach Einbringung der Klage – zu dieser Frage das OGH-Urteil vor, das Card Complete die Sperrgebühr untersagt und feststellt, dass diese unzulässiger Weise verrechnet wurde. 

Tipp

Detaillierte Infos zum OGH-Urteil gegen Card Complete finden Sie hier. Hier geht's zum OGH-Urteil.