16.10.2015

Fleischverkauf in Wiener Supermärkten appetitlich

Die Lebensmittelversuchsanstalt Klosterneuburg hat im Auftrag der AK in 20 Wiener Supermarktfilialen (von zehn Supermarktketten) die hygienischen Bedingungen untersucht, und zwar bei den Bedienungstheken, im Vorbereitungsbereich sowie im Kühlregal. Die Bedienungstheken, Vorbereitungsbereiche und Kühlregale werden großteils mit „Sehr gut“ bis „Gut“ bewertet. Beanstandet wurden gelegentlich unsaubere Arbeitsgeräte, zu hohe Kühltemperaturen sowie eine fehlende lückenlose Dokumentation über die Kühlkette. Konkret zeigt der AK Test: 

Bedienungstheken zumeist ordentlich

14 von 20 Supermarktfilialen haben Bedienungstheken. Rund 71 Prozent (10 von 14 Filialen) der Supermarktfilialen mit Bedienungstheke konnten ein „sehr gutes“ Ergebnis erreichen, rund ein Fünftel (3) ein „gutes“ Ergebnis. Vereinzelte Beanstandungen: mangelnde Sauberkeit der Arbeitsgeräte, etwa Fleisch- oder Wurstreste oder eingetrockneter Fleischsaft, unsaubere Belüftungsschlitze in den Vitrinen, ungenaue Temperaturanzeigen. Nur ein Betrieb wurde mit „durchschnittlich“ bewertet, bemängelt wurde vor allem die schlechte Kühlung.  

Vorbereitungsbereich meistens sauber

Rund die Hälfte (11 von 20) der geprüften Vorbereitungsbereiche erreichte ein „Sehr gut“, 35 Prozent (7) ein „Gut“. Zehn Prozent (2) wurden mit „durchschnittlich“ beurteilt. Beanstandet wurden zum Beispiel unreine Arbeitsflächen oder Arbeitsgeräte wie Messer oder Wurstmaschinen.

Kühlregale durchwegs in Ordnung 

In sieben von 20 Filialen wird Frischfleisch auch selbst in der Filiale vorverpackt. Rund drei Viertel (5) bekamen ein „Sehr gut“, ein Betrieb ein „Gut“ und einer ein „Befriedigend“. Die Kühlregale mit dem original vorverpacktem Frischfleisch kamen noch besser weg. 85 Prozent (17 von 20) konnten ein „sehr gutes“, zehn Prozent (2) ein „gutes“ Ergebnis erreichen. Ein Betrieb wurde mit „durchschnittlich“ bewertet. Bei den Beanstandungen ging es um falsche Temperaturanzeigen.

Verbesserte Hygiene

Im Vergleich zu früheren AK Erhebungen steht es nun um die Hygiene deutlich besser. Besonderes Augenmerk müssen die Betriebe allerdings auf die Kontrolle der Kühltemperaturen legen. Hier gab es immer noch falsche Temperaturanzeigen (Thermometer und tatsächliche Temperatur wichen um bis zu acht Grad ab), und die maximale Lagertemperatur  (sieben Grad)  wurde teilweise deutlich überschritten – im Einzelfall bis zu 12 Grad im Kühlgerät. Verbesserungsbedarf gibt es auch noch bei der lückenlosen Dokumentation, zum Beispiel der Einhaltung der Kühlkette oder den Temperaturkontrollen bei Warenübernahme.

TIPP

Hier finden Sie den gesamten Testbericht