21.12.2017
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Maroni: Da ist was faul!

Mehr als jede fünfte Maroni ist faul, schimmelig, wurmig, schlecht schälbar oder angebrannt.  Das zeigt ein aktueller Stichproben-Einkauf der AK bei 38 Maroni-Anbietern in Wien. Anscheinend kennen die Anbieter das Problem: 14 von 38 gaben unaufgefordert einzelne Extra-Stücke ins Stanitzel. 

Für AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl „ist das Ergebnis unbefriedigend. Auch wenn vereinzelt Extra-Maroni mitgegeben werden, die mangelnde Produktqualität wird meistens trotzdem nur unzureichend ausgeglichen“. Die Anbieter sollten regelmäßig, auch bei kleinen Stanitzeln, Extra-Stücke ins Stanitzel geben. Überdies sollten die Verkäufer bereits bei der Auswahl der Rohware mehr Sorgfalt an den Tag legen, verlangt die AK.

Der AK Testeinkauf zeigt: Bei fast 58 Prozent der Maroni-Standler war mehr als jede fünfte Maroni bei einer Stichprobe von 35 bis 40 Einzelstücken mangelhaft. „Das bedeutet die Maroni waren faul, schimmelig, wurmig, schlecht schälbar oder auch angebrannt“, sagt Schöffl. Lediglich bei zwei von 38 Anbietern fanden die AK TesterInnen keine schlechten Maroni.

Mangelhafte Maroni bei einer Stichprobe von 35 bis 40 Stücken pro Anbieter

Anteil mangelhafter Maroni              Standler in Wien
keine mangelhaften Maroni                2 von 38
bis zu 10 % mangelhafte Maroni           6 von 38
10 bis 15 % mangelhafte Maroni           4 von 38
15 bis 20 % mangelhafte Maroni           4 von 38
mehr als 20 % mangelhafte Maroni        22 von 38
Preise

Die Preise für kleine Stanitzel Maroni (sieben bis neun Stück) liegen zwischen zwei und drei Euro, für mittlere Tüten (elf bis 14 Stück) bei drei bis vier Euro und für Großpackungen (18 bis 20 Stück) bei vier bis fünf Euro.

Zum Testeinkauf: Die AK hat zwischen Mitte und Ende November insgesamt mehr als 1.400 Stück Maroni bei 38 Ständen in Wien eingekauft. Bei jedem Anbieter wurden mehrere Stanitzel mit insgesamt rund 40 Maroni-Stücken gekauft. Die Untersuchung führte die Lebensmittelversuchsanstalt Klosterneuburg (LVA) durch.  

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