„Sie haben gewonnen – geben Sie uns Geld!“

Derzeit scheint unter Betrügern die „Euromillionen-Masche“ besonders beliebt zu sein, um Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Immer wieder erfährt die AK Konsumentenberatung von den abenteuerlichsten Geschichten. Zum Beispiel diese:

Geld für den Geldtransport

Herr N. war offenbar ein Glückspilz. Er hatte an einem Gewinnspiel teilgenommen und erhielt einige Zeit später einen Anruf der „Infozentrale von Euromillionen“:  Ganze 48.500 Euro hätte er gewonnen, sagte ein netter Herr. Jetzt sei nur noch die Gewinnübergabe zu klären. Um an sein Geld zu kommen, müsse Herr N. aber leider die Spesen für eine Geldtransportfirma zahlen, und zwar im Voraus. Kostenpunkt: 800 bis 900 Euro.

Erst die Spesen, dann der Gewinn...

Eine ähnliche Geschichte erzählte Frau S.: Ihr war gleich ein 10-Millionen-Gewinn in Aussicht gestellt worden. Sie sollte aber vor der Auszahlung einen hohen Betrag überweisen – angeblich für Rechtsanwaltskosten und andere Spesen. 

Beiden war zum Glück sofort klar, dass an diesem Gewinn etwas nicht stimmt. Sie ließen sich nicht über den Tisch ziehen.  

Woran Sie Betrüger sofort erkennen

  • Wenn Sie wirklich etwas gewonnen haben, müssen Sie niemals im Vorfeld Geld dafür bezahlen – allfällige Abgaben werden gleich von der Gewinnsumme abgezogen.

  • Keine Übergabe per Geldtransporter: Auch Gewinne lassen sich auch auf ein Konto überweisen – ein seriöses Unternehmen braucht keinen Geldkoffer oder Geldtransporter.

  • Sollten Sie wirklich den Jackpot knacken, werden Sie zu einem Notar eingeladen. Wer versucht, Ihnen in Zusammenhang mit einem Gewinnversprechen Kontodaten per Telefon oder Mail abzuluchsen, führt nichts Gutes im Schilde. 

TIPP

Sie sind sich nicht sicher mit Ihrem Gewinn? Bitte zögern Sie nicht, sich an unsere AK Beraterinnen und Berater für Konsumentenschutz zu wenden. Wir überprüfen gerne, ob Sie das große Los gezogen haben oder gerade Gefahr laufen, Betrügern auf den Leim zu gehen. Zur Kontaktübersicht...