15.11.2017
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Achtung, trügerischer Musical-Titel!

Für die Bewerbung eines Musicals wird der bekannte Titel „Das Phantom der Oper“ abgekupfert, warnt die AK. Es geht dabei nicht um das Musical von Andrew Lloyd Webber, sondern um ein völlig anderes. Aus der Werbung geht das aber nicht klar hervor. Die AK führt derzeit ein Gerichtsverfahren zur irreführenden Bewerbung von „Les Misérables“– das Musical hob sich ebenfalls vom berühmten gleichnamigen Musical ab.

Bewerbung für „Das Phantom der Oper“ irreführend

Die deutsche Gesellschaft ASA Event GmbH wirbt derzeit für ein Musical der Central Musical Company mit dem Titel „Das Phantom der Oper“. Dabei handelt es sich nicht um das weltbekannte Musical von Andrew Lloyd Webber, sondern um ein völlig anderes Musical – mit anderem Text und anderer Musik. „Das geht jedoch aus der Werbung nicht klar genug hervor“, sagt AK Konsumentenschützer Martin Goger. Ab Februar 2018 sind insgesamt sechs Aufführungen in Österreich geplant. „Wir wollen die Konsumenten warnen, damit sie sich nicht mit einer falschen Erwartungshaltung Tickets kaufen“, so Goger.

AK führt Gerichtsverfahren zu „Les Misérables“

Die AK führt derzeit ein Gerichtsverfahren, konkret eine UWG-Verbandsklage gegen die deutsche Highlight-Concerts GmbH. Das Musical „Les Misérables“ wurde im März 2017 in Wien und Linz aufgeführt. Dieses Musical hatte mit dem berühmten gleichnamigen Musical wenig gemeinsam – außer, dass es auf der gleichnamigen Romanvorlage von Victor Hugo beruhte. Dabei geht es um die Geschichte von Jean Valjean, der nach der Verbüßung seiner langjährigen Haftstrafe über Jahrzehnte vom gnadenlosen Polizeibeamten Javert verfolgt und in den Untergrund getrieben wird. Nachdem Valjean das Mädchen Cosette nach dem Tod ihrer Mutter in seine Obhut nimmt, ändert sich deren Leben dramatisch.

Bekannter Name für Werbung missbraucht

Auch für das Musical „Les Misérables“ wurde in irreführender Weise unter diesem bekannten Titel geworben. So war im Musical der Highlight-Concerts GmbH auch gar kein einziges Lied aus dem Broadway-Musical zu hören. Wesentliche Inhalte des Original-Musicals aus dem Jahr 1980 wurden ebenfalls einfach weggelassen. So beschäftigt sich das Stück im Gegensatz zur bekannten Version etwa überhaupt nicht mit dem Leben des kleinen Mädchens Cosette. „Viele Konsumenten erlebten eine böse Überraschung bei der Aufführung. Sie waren enttäuscht oder verärgert, weil sie sich aufgrund der Werbung ein ganz anderes Musicalerlebnis erwartet hatten“, weiß Goger. Die AK Klage ist noch im Laufen.

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