Junge Arbeitnehmerin mit Schutzhelm und -brille © chayathon2000, stock.adobe.com
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Lehre

Du möchtest eine Lehre machen? Dann hast du zuerst die Qual der Wahl, da du aus über 200 Lehrberufen wählen kannst. Informiere dich daher gut, welche Berufe dich interessieren und welche davon auch in Betrieben in deiner Nähe bzw. für dich gut erreichbar ausgebildet werden. Infos zu allen Lehrberufen findest du in einer Broschüre, die jährlich aktualisiert wird.

Neben deinem Interesse ist es wichtig, dass du herausfindest, ob du auch die Voraussetzungen für diesen bestimmten Lehrberuf mitbringst. Am besten „schnupperst“ du bei berufspraktischen Tagen in den Beruf hinein, oder nimmst an Betriebsbesichtigungen oder Branchenpräsentationen teil.

Es zahlt sich aus, wenn du dir Zeit nimmst und mehrere Dinge ausprobierst! Erst wenn du einen Arbeitsplatz hautnah erlebst, kannst du einschätzen, ob dieser Bereich oder Beruf etwas für dich ist.

Beispiel

Leila: „Ich habe zwei Mal berufspraktische Tage gemacht, einmal in einem Büro und dann noch in einer Apotheke. Im Büro, ich weiß nicht, immer vor dem Computer und den ganzen Tag sitzen, das war nicht so was für mich; in der Apotheke war das anders, schon auch Computer und Bestellungen und so, aber da hat man halt auch Kundenkontakt und die verschiedenen Medikamente, das war dort einfach von Anfang an spannend.“

So wie du einen Platz für die berufspraktischen Tage selber suchen musst, musst du auch selbst eine Lehrstelle finden. Mit deinem zukünftigen Lehrbetrieb schließt du – gemeinsam mit einem Erziehungsberechtigten – einen Lehrvertrag ab.

Bei einer Lehre stehst du mitten im Berufsleben. Du arbeitest in deinem Lehrbetrieb und lernst vieles in der Praxis. Daneben gehst du in die Berufsschule. Etwa ein Fünftel deiner Ausbildungszeit verbringst du dort. Insgesamt dauert eine Lehre 2 bis 4 Jahre – das hängt von dem Beruf ab, den du erlernst.

Die Berufsschule kannst du dir nicht selber aussuchen. In welche du gehst, hängt von deinem Lehrberuf und dem Standort deines Lehrbetriebs ab. 

Broschüre

Den Ratgeber „Dein Recht als Lehrling“ findest du hier

Während deiner Lehre verdienst du natürlich schon, du bekommst dein Lehrlingsgehalt, das sich von Jahr zu Jahr erhöht. Am Ende deiner Ausbildung steht die Lehrabschlussprüfung.
 

Broschüre

Den Ratgeber „Lehrabschlussprüfung“ findest du hier

Solltest du keine Lehre finden, dann melde dich unbedingt beim AMS als „lehrstellensuchend“. Dadurch hast du den Vorteil, dass du einen Platz in einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte bekommen kannst. In diesen Lehrwerkstätten lernst du genauso wie im Betrieb einen Beruf bzw. hast du eventuell auch die Möglichkeit, von einer überbetrieblichen Ausbildung in einen Betrieb oder eine Firma zu wechseln und dort deine Lehre fertig zu machen.

Beispiel

David: „Ich habe berufspraktische Tage bei einem Installateur gemacht und wollte den Beruf auch lernen, hab‘ lange gesucht, aber nichts gefunden. Das AMS hat mir dann einen Platz in einer überbetrieblichen Lehre vermittelt, dort konnte ich mit der Lehre beginnen und die haben auch geschaut, dass ich die Lehre eventuell in einem Betrieb weitermachen kann. Nach ca. einem Jahr bin ich dann in meinen jetzigen Betrieb gewechselt, wo ich die Lehre jetzt zu Ende mache.“
Übrigens kannst du deine Lehre auch mit einer Matura kombinieren. Es gibt auch Betriebe und Unternehmen, die dich dabei unterstützen. Oder du gehst den Weg einer Berufsreifeprüfung, die dir wie eine Matura den Weg für weitere Ausbildungen (Universität, Fachhochschule) eröffnet.
 

Broschüre

Den Ratgeber „Lehre und Matura“ findest du hier

Kontakt

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Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Prinz Eugenstraße 20-22
1040 Wien

Telefon: +43 1 50165-0

- erreichbar mit der Linie D -