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Geschichte der Bibliothek

Die AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften ist die bedeutendste sozialwissenschaftliche Spezialbibliothek Österreichs. Zu­gleich nimmt sie eine wichtige Funktion innerhalb der Informations- und Kulturarbeit von Arbeiterkammer und Gewerkschaften wahr. Mit der Sammlung, Erschließung und Sicherung des ak­tuellen und des historischen Literaturbestandes schafft die Bibliothek die Voraussetzung für die kulturelle Kontinuität und Identität der ArbeiterInnen- und Gewerkschaftsbewegung (als Archiv und als soziales Gedächtnis). 

Die AK Bibliothek Wien im Wandel der Zeit

  • 1921: die 1920 gegründete Arbeiterkammer nimmt ihren Betrieb auf. Eine erste, den internen Zwecken der AK dienende Bibliothek wird eingerichtet.

  • 1922: die Bibliothek wird als Sozialwissenschaftliche Studienbibliothek feierlich eröffnet und steht seither der interessierten Öffentlichkeit als Präsenzbibliothek zur Verfügung.

  • 1922-1924: Erwerbung der Privatbibliotheken von Engelbert Pernerstorfer, Leopold Winarsky, Anton Menger und Victor Adler. 

  • 1933-1938: im Austrofaschismus verlieren Arbeiterkammer und Bibliothek ihre Autonomie, bleiben aber mit Einschränkungen bestehen.

  • 1938-1945: Nationalsozialistische Diktatur. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1938 werden Arbeiterkammer und Bibliothek aufgelöst, die Bestände werden zur Gänze geplündert.

  • 1945: Neugründung von Arbeiterkammer und Bibliothek, vorerst wiederum ausschließlich für den internen Gebrauch. Lediglich 30.000 der vor 1938 vorhandenen 140.000 Bände können in den ersten Nachkriegsjahren wiedergefunden werden.

  • 1950: Wiedereröffnung der Bibliothek für die Öffentlichkeit am Standort Ebendorferstraße 7.

  • 1960: Übersiedlung von Arbeiterkammer und Bibliothek in das neue Gebäude Prinz-Eugen-Straße 20-22. Die Bibliothek verfügt nun über moderne und großzügig bemessene Räumlichkeiten und wird weiterhin als Präsenzbibliothek geführt.

  • 1980: Beginn der Bibliotheksautomation mit Entwicklung und Einsatz des Bibliotheks-Organisations-Systems BIBOS (EDV-unterstützer Bestandsnachweis).

  • 1984: Start des sukzessiven Aufbaus eines BIBOS-Bibliothekenverbundes (einige AK Bibliotheken aus den Bundesländern, Ministeriumsbibliotheken, Bibliotheken der pädagogischen Akademien).

  • 1998: geplanter sukzessiver Systemumstieg von BIBOS-1 zu BIBOS:IV (nie vollständig umgesetzt).

  • 2003: Beitritt zum Wissenschaftlichen Bibliothekenverbund (heute OBVSG), damit Wechsel auf das Bibliothekssystem Aleph.

  • 2003: Beginn der Wochenendentlehnung.

  • 2006: Beginn des vollständigen Umbaus des AK-Gebäudes. Die Bibliothek führt in einem nahmen Ausweichquartier einen sehr reduzierten Betrieb fort.

  • 2008: Neueröffnung der umfassend modernisierten Bibliothek am bekannten Standort Prinz-Eugen-Straße 20-22. Damit einhergehend Namensänderung zu AK Bibliothek Wien für Sozialwissenschaften. Dank der verbesserten räumlichen Situation kann nun die Umstellung von einer Magazins- zu einer teilweisen Freihandbibliothek mit erweiterten Entlehnmöglichkeiten (2 Wochen) erfolgen. Von den ca. 500.000 Bänden stehen die Neuerwerbungen des laufenden Jahres sowie die wichtigsten Nachschlagewerke in der Freihandaufstellung des Lesesaals zur Verfügung. Ebenso frei zugänglich sind die laufend abonnierten Tages- und Wochenzeitungen sowie eine große Auswahl an wissenschaftlichen Fachzeitschriften.

  • 2014: Erneute Umgestaltung des Lesefoyers, um der stetig wachsenden Zahl an BenutzerInnen Rechnung zu tragen und weitere Arbeits- und Leseplätze zu schaffen. Aktuell verfügt die Bibliothek über 55 Arbeits- und Leseplätze sowie über 10 PC-Arbeitsplätze. Während der Öffnungszeiten steht die Bibliothek allen interessierten Leserinnen und Lesern kostenlos und frei zugänglich zur Verfügung.


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