5.5.2017

Au­dio­gui­ded-Shop­ping-Tour

Die Audioguided-Shopping-Tour ist Teil des Angebotes von „Arbeitswelt & Schule“, einem Projekt der AK Wien und des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Sie verbindet KonsumentInnenbildung mit den unmittelbaren Erfahrungen in einer für die SchülerInnen vertrauten Situation – dem Einkaufen.

Blick hinter die Kulissen des Konsums

An einem Vormittag soll den Schülerinnen und Schülern ab der neunten Schulstufe eine Vielzahl an Informationen und Anregungen rund um das Thema „Shopping“ durch erlebnisorientierte Methoden näher gebracht werden. Einkaufen ist Teil des Alltages der SchülerInnen. Während diesem gewohnten Vorgang werden die SchülerInnen mit Hörtexten begleitet und werfen so einen kritischen Blick auf psychologische, soziale und wirtschaftliche Hintergründe von Konsum.

Produktion, Werbebudgets, Erfolgsrezepte

Behandelt werden Fragen wie: Unter welchen Produktionsbedingungen wurden meine Sneakers hergestellt und wie hoch ist das Werbebudget der Firma „Nike“? Was ist das Erfolgsrezept von H&M und warum kaufen Jugendliche dort so gerne ein? Wie setzt sich der Preis für Pommesfrites bei Mc Donalds zusammen? Wie sind die Arbeitsbedingungen der MitarbeiterInnen in den Geschäften? Welche Alternativen gibt es zu traditionellem Handel und was steckt überhaupt hinter dem Schlagwort „Fairer Handel“?

Warum eine Audioguided-Shopping-Tour?

Die Audioguided-Shopping-Tour verbindet Spaß und Lerneffekt in einer für die SchülerInnen gewohnten Situation, der Einsatz von erlebnisorientierten Methoden hat lange Tradition in der politischen Bildung und bietet sich auch in der KonsumentInnenbildung an. Die AK Wien möchte mit Hilfe dieser Tour jungen Menschen einen Blick hinter die Kulissen des Konsums geben.

Ziele

  • Produktions- und Arbeitsbedingungen kennenlernen
  • für Sozial- und Umweltstandards auch beim Einkaufen sensibilisieren
  • die identitätsstiftende Wirkung von Konsumartikeln reflektieren
  • Verständnis für die Intentionen von Werbung und Produktdesign
  • Alternativen für kritische KonsumentInnen aufzeigen
  • Einführung in den „fairen“ Handel geben

Apple

  • Knopp, Carsten (2011): Big Apple – Das Vermächtnis des Steve Jobs. Frankfurt am Main: Frankfurter Allgemeine Buch.
    „Steve Jobs hat eine Marke erschaffen, die Massen anspricht und trotzdem cool geblieben ist. Dabei hat er in den vergangenen zwölf Jahren aber nicht nur unseren Konsum gefördert, sondern auch unsere Kreativität herausgefordert. Und durch seinen überbordenden Erfolg mit iPhone, iPad und iPod hat er Macht erlangt: über technische Entwicklungen in der Informationstechnologie, über die Musikindustrie, über die Verlage und ein wenig auch über uns. F.A.Z.-Redakteur Carsten Knop hat Steve Jobs und Apple seit 1999 begleitet und darüber ein besonderes Tagebuch geführt. Lesen Sie, wie alles anfing, was Apple so besonders macht, wer die Weggefährten von Jobs waren und warum ein Leben ohne i heute nicht mehr möglich zu sein scheint. Denn Apple ist überall.“ (Gekürzter Text finde Sie hier.)
  • China Labor Watch (2011): Tragedies of Globalization: The Truth Behind Electronics Sweatshops (englisch)
    Dieser Bericht der New Yorker NGO „China Labor Watch“ hat umfassendes Material über die Arbeitsbedingungen bei der Auftragsfertigung von elektronischen Geräten zusammengetragen. In 10 Fabriken, wo Produkte für fast alle bekannten Marken der IT-Branche hergestellt werden, wurden fast 600 ArbeiterInnen interviewed und ihre Statements zu einer ernüchternden Diagnose verdichtet: Die Unternehmen halten weder chinesisches Arbeitsrecht noch die „Code of Conducts“ ein, die ihnen die auftraggebenden Markenfirmen vorgeben. Die meisten Probleme gibt es im Bereich der Arbeitszeiten, der Bezahlung, der Verträge, der Arbeitsintensität und wegen Diskriminierung.

  • SACOM (2011): iSlave behind the iPhone - Foxconn Workers in Central China. (englisch) 
    Die in Hongkong angesiedelte Non-Profit Organisation SACOM (Students and Scholars Against Corporate Misbehavior) beschäftigt sich seit 2005 mit lokalen und globalen Arbeitsbedingungen und bringt dafür interessierte Studierende, Lehrende, AktivistInnen und KonsumentInnen zusammen. SACOM hat mehrere Berichte über die Arbeitsbedingungen der Apple-Zulieferer (allen voran Foxconn) verfasst, die unter http://sacom.hk/?s=apple zu finden sind. In diesem konkreten Bericht gibt es detaillierte Einblicke in das Arbeitsleben der ArbeiterInnen eines Tochterunternehmens von Foxconn in Zhengzhou, die von SACOM selbst als beispielhaft für alle anderen beschrieben werden.
  •  Make IT faire (großteils englisch) 
    „Eine Welt ohne elektronische Geräte können wir uns kaum vorstellen. Wir alle nutzen jeden Tag Informationstechnologien – IT. IT hat unser Leben in vielerlei Hinsicht verbessert. Aber gleichzeitig hat der IT-Boom weltweit auch viele neue Probleme geschaffen. Wir wollen die Situation der ArbeiterInnen verbessern, die überall auf der Welt viele Stunden pro Tag für einen viel zu niedrigen Lohn arbeiten, damit wir immer wieder die neuesten IT-Geräte kaufen können.“ Auf der Seite dieser von der EU finanzierten Intiative finden sich neben Studien und Videos zum Thema auch kurze Info- Broschüren, in denen die Probleme bei der Produktion von IT-Geräten speziell für Jugendliche aufbereitet werden, und ein spezieller Aufruf an Apple, seine Produktionsbedingungen fairer zu gestalten. 

  • Video von Labournet.tv: Deconstructing Foxconn (englisch)
    „Foxconn beschäftigt in China über 900.000 Menschen. Das Unternehmen ist der weltgrößte Elektronikhersteller und stellt u.a. iPhones und iPods her. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2010 gab es eine Serie von Selbstmorden bei Foxconn. 11 Menschen starben, eine 17jährige Arbeiterin ist seit ihrem Selbstmordversuch vom Bauch abwärts gelähmt. Das Video untersucht die einzelnen Fälle. Es gehört zu dem Bericht “Workers as Machines: Military management in Foxconn” der Hongkonger Nichtregierungsorganisation “Students & Scholars Against Corporate Misbehaviour” (SACOM).“ (Von der Website)

  • Artikel: Dying Young - Suicide & China’s Booming Economy (englisch)
    Spannender Artikel über die politökonomischen Hintergründe für die Suizidwelle unter Foxconns ArbeiterInnen. „China’s development strategy throughout the last 30 years not only accomplished an economic miracle. It deepened regional inequalities, prolonged stagnation of wages, and deprived migrant workers’ citizenship and human rights. In the following, we first outline the pattern of internal labor migration under the widening gaps between rural and urban economies. Second, we review the recent cases of Foxconn suicides to probe into the working lives of those who struggle to live on. Finally, we appeal to the concerned public to nurture a sustainable community that respects workers’ rights.“ (Auszug)

  • Kampagne von Greenaction: Aufruf zum Boykott von Apple 
    Die BetreiberInnen dieser Seite kritisieren, dass Apple „ wissentlich grausame Arbeitsbedingungen und massive Umweltverschmutzung“ unterstützt, und rufen daher zum Boykott von Produkten von Apple oder seiner Herstellerfirma Foxconn auf. Ihr Ziel ist es, dass die VerbraucherInnen so eine Änderung der Geschäftspolitik des Konzerns erzwingen. Dazu haben sie verschiedene Berichte über die Produktionsbedingungen und Umweltverschmutzung gesammelt. 
  • Kaufen für die Müllhalde (Frankreich 2010, 75 Min). Ein Dokumentarfilm von Cosima Dannoritzer.
    Bei zahlreichen Produkten ist der Verschleiß vorprogrammiert. Seien es Glühbirnen, Computer oder Handys, der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren lassen, sondern das Altgerät entsorgen und sich ein neues anschaffen. Diese beabsichtigte eingeschränkte Lebensdauer nennt man “geplante Obsoleszenz”. Die Dokumentation geht dem Phänomen nach und wirft einen kritischen Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft.

  • www.murks-nein-danke.de 
    In den letzten Jahren äußern immer mehr VerbraucherInnen in Foren und anderswo den Eindruck, dass Produkte sehr viel schneller kaputt gehen, als es den KäuferInnenn recht ist. Auch teure Marken sind davon nicht ausgenommen. Der Berliner Betriebswirt Stefan Schridde wollte sich des Problems mit seinem Portal http://www.murks-nein-danke.de/ annehmen, auf dem VerbraucherInnen ihre Erfahrungen mit Produkten melden können, die nicht lange halten. Die damit geschaffene Transparenz soll die Hersteller über kurz oder lang zum Umdenken bringen. 
  • http://www.ifixit.com/ und http://www.insidemylaptop.com/ (englisch) 
    Viele KonsumentInnen wollen sich mit dem Wegwerfwahn nicht mehr abfinden. Auf der Seite http://www.ifixit.com/ bieten ExpertInnen und HobbybastlerInnen verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen für alle möglichen Elektrogeräte – und zeigen zum Beispiel, wie man mit ein wenig Fingerspitzengefühl und dem richtigen Werkzeug den Akku eines iPhones selbst wechseln kann – auch wenn das vom Hersteller kaum gewollt ist. Die Seite http://www.insidemylaptop.com/bietet ebenfalls zahlreiche Anleitungen. Bei Notebooks kann sich der Griff zum eigenen Schraubenzieher durchaus lohnen - allerdings sollte man erst nach Ablauf der Garantie selbst schrauben, da ansonsten das Anrecht auf Reparatur im Normalfall erlischt.

Mc Donalds

  • Schlosser, Eric (2003): Fast Food Gesellschaft: Fette Gewinne, faules System. München: Riemann.
    Schlosser zeigt sie deutlich auf: Der immense Bedarf der Ketten an billigem Fleisch und Kartoffeln hat die Landwirtschaft in den USA grundlegend verändert. Agrarfabriken und Massentierhaltung haben kleine Betriebe verdrängt. In den Pommes-Fabriken und Schlachthöfen werden nur noch Billigjobs angeboten, Gewerkschaften sind verpönt. Die Lebensmittel werden unter industriellen Bedingungen produziert, was zu Qualitätsminderung führen kann. Der ‚typische’’ Geschmack des Fastfoods stammt größtenteils aus Aromalabors. Und was die gesundheitlichen Folgen übermäßigen Burger-Genusses angeht, so stellt Schlosser fest, dass „sich überall da, wo sich die amerikanischen Fastfoodketten niederlassen, die Hüften runden“. Sein Fazit: „Der niedrige Preis eines Fastfood-Hamburgers spiegelt nicht seinen wahren Preis. Die Gewinne der Fastfoodketten werden auf Kosten der Gesellschaft gemacht.“ (Rezension auf das Buch)

  • Pater, Siegfried (2003): Zum Beispiel McDonald’s. Göttingen: Lamuv. 
    In Pro- und Contra-Argumentation werden ... negative Folgen für die Umwelt, die Dritte Welt und die Mitarbeiter und Kunden der Schnellrestaurants dargestellt. Im Schlussteil zeigt der Autor gesunde und ökologisch vertretbare Alternativen auf und stellt Initiativen gegen die Fast-Food-Ketten vor. (Rezension auf das Buch)

  • Buch: Spurlock, Morgan (2006): Angriff der Killer-Burger. Wie Fast Food uns krank macht. München: Knaur. + Film: Super Size Me von Morgan Spurlock (USA 2004, 96min)
    31 Tage lang hat sich Morgan Spurlock nur bei McDonald’s ernährt - drei Mahlzeiten am Tag. Das Ergebnis: 25 Pfund mehr Gewicht, kritischer Cholesterinspiegel, bedenkliche Leberfettwerte, Verlust der Libido - und Depressionen. Zu seinem Dokumentarfilm Super Size Me hat Spurlock ein bissiges, faktenreiches Buch über die Folgen der McDonaldisierung der Esskultur geschrieben, den Bericht zur Lage der Super Size-Nation. Er enthüllt, was bei Durchschnittsfamilien, in Kindergärten und Schulhorten auf den Teller kommt. Die Folgen dieser Ernährungsgewohnheiten sind unübersehbar: In Deutschland hat fast jedes dritte Kind bereits deutliches Übergewicht.

  • Schneider, Willy (2007): McMarketing: Einblicke in die Marketing-Strategie von McDonald’s. Wiesbaden: Gabler. 
    Schneider schildert den Weg vom Drive-In der McDonald’s Brüder bis zum weltweit größten Unternehmen der Systemgastronomie. Dabei unterscheidet er sich erfreulicherweise von Autoren ähnlicher Publikationen, in dem er die Position des unparteiischen Beobachters ein­nimmt und damit sowohl auf reißerischen Ent­hüll­ungs­jour­na­lis­mus als auch auf blinden Unternehmenskult verzichtet. Er bleibt stets sachlich, ohne langweilig zu werden, unterlegt seine Aussagen mit fundiert recherchiertem In­for­ma­ti­ons­ma­terial und vermittelt einen Einblick in die Marketing-Strategien von McDonald’s, der auch für Nicht-Ökonomen nach­vollziehbar war. (Rezension auf das Buch).

  • Der McDonald’s Check (D 2012, 45min). TV-Dokumentation von Jochen Taßler und Jochen Leufgens
    „Kinder, Kalorien und perfektes Marketing: Der Fast-Food-Laden McDonald’s schafft, wovon andere träumen. Seine Produkte sind als unvergleichliches Geschmacks-Erlebnis in den Kundenköpfen verankert. Die WDR-Dokumentar-Filmer Jochen Taßler und Jochen Leufgens haben Produkte und Firmenpolitik des multinationalen Konzerns untersucht. Mit vernichtendem Ergebnis.“ Aus der Film-Kritik der SZ, online abrufbar unter http://www.sueddeutsche.de/medien/mcdonalds-doku-in-der-ard-happy-meal-als-einstiegsdroge-1.1259001.

  • Greenpeace-Study: Eating up the amazon (englisch)
    Greenpeace hat sich im 2006 erschienen Report „Eating up the Amazon“ intensiv mit der illegalen Soja-Produktion im Amazonas-Gebiet auseinandergesetzt und dabei dokumentiert, wie die hohe Nachfrage aus Europa den Raubbau am größten Regenwaldgebiet der Erde weiter vorantreibt. Ein interessanter und packender Bericht aus einem Gebiet, wo Großteils das Recht des Stärkeren herrscht.

    Webseite von Mc Donalds
     
    (englisch)
    Auf dieser Seite präsentiert der Konzern Antworten auf Fragen zu allen möglichen Aspekten des Unternehmens: Social Responsibility, gesunde Ernährung, Umweltschutz, Jahresergebnisse, etc.

  • http://www.mcspotlight.org/index.shtml (englisch)
    Auf dieser etwas in die Jahre gekommenen Seite findet sich eine ausführliche Sammlung diverser Dokumente und Informationen aus den 1990ern über die weniger schöne Seite des Konzerns: Über die mangelnde Qualität der Lebensmittel, der Einfluss auf die Ernährungsgewohnheiten der Menschen, politisches Lobbying, Umweltzerstörung, etc. McDonald’s polarisiert eben nicht erst seit Kurzem sondern schon seit einigen Jahrzehnten.

  • http://www.spiegel.de/thema/mcdonalds/ 
    Die deutsche Zeitschrift Der Spiegel hat in ihrer Online-Ausgabe McDonald’s ein eigenes Info- Portal gewidmet, wo man einen guten Überblick über aktuelle Meldungen rund um den Konzern bekommt. 

  • www.mcvideogame.com
    In diesem Online-Spiel werden die Hintergründe, Strukturen und das Geschäftskonzept von McDonalds satirisch dargestellt. Dazu die Eigendarstellung der Entwickler: „In einem Unternehmen wie McDonald's Geld zu verdienen ist gar nicht so einfach! Hinter jedem Sandwich stehen komplexe Prozesse, die Du in den Griff bekommen musst: Von der Schaffung von Weiden bis zum Schlachten, vom Restaurant Management bis zur Vermarktung. Du wirst all die schmutzigen Geheimnisse kennenlernen, die uns zu einem der größten Konzerne der Welt gemacht haben.“

  • http://www.foodwatch.de/und http://www.abgespeist.de/
    Foodwatch informiert über gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe im Essen und die Machenschaften der Nahrungsmittelkonzerne. In eigener Definition: „foodwatch entlarvt die verbraucherfeindlichen Praktiken der Lebensmittelindustrie und kämpft für das Recht der Verbraucher auf qualitativ gute und gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel. foodwatch ist unabhängig von Staat und Lebensmittelwirtschaft und finanziert sich aus Förderbeiträgen und Spenden.“ Die von Foodwatch betriebene Seite http://www.abgespeist.de/ fokussiert dabei auf Werbelügen und deckt auf, was dahinter steckt. 

Nike 

  • Play Fair 2008 (2008): Die Hürden überwinden. Schritte zur Verbesserung von Löhnen und Arbeitsbedingungen in der globalen Sportbekleidungsindustrie. 
    Die Kampagne ‚Play Fair 2008’ entstand im Vorfeld der olympischen Spiele 2008 in Beijing (China) auf Initiative der Clean Clothes Campaign (CCC), der International Trade Union Confederation (ITUC) und der International Textile, Garment and Leather Worker’s Federation (ITGLWF). Folgendes war laut Eigendefinition das Ziel: „Specific action to be taken by the Olympic Family, the sportswear industry and governments to act on their responsibility to ensure good conditions in Olympic and sportswear supply chains“ Der hier angeführte Bericht war dabei Hauptbestandteil der Kampagne. „Based on interviews with sportswear workers in four countries, Clearing the Hurdles shows that violations of worker rights is still the sportswear industry norm, including in workplaces producing for adidas, sponsor of the Beijing and London Games and numerous national Olympic teams, and other key companies in the sector, such as ASICS, Puma, Nike, and New Balance.“ (Texte von http://www.playfair2008.org/
  • Bieber, Christoph (2006): Sneaker Story: Der Zweikampf von adidas und Nike. Göttingen: Blumenkam.
    Neben dem teilweise recht unterschiedlichen Werdegang der beiden Sportfirmen adidas und Nike wird in diesem Buch aufgezeigt, wie sich das Sportmarketing und auch die Rolle des Sports bei der Jugendkultur in den letzten Jahren verändert hat: Von der Sportartikel-Industrie zum medien- und stargestützten Lifestyle-Business. Dies macht sich z.B. im Verhältnis von Sportfirma zum Spitzensportler bemerkbar: So habe beispielsweise Adi Dassler in der Zeit nach dem Krieg den Sportlern ihre Ausstattung kostenlos zu Verfügung gestellt. Später jedoch wurde diese Ausstattung von den Sportlern regelrecht eingefordert weil sie sonst zur Konkurrenz wechseln würden. Gerade im Fall von Nike wird besonders deutlich, wie sehr Werbekampagnen auch auf einzelne Sportler zugeschnitten waren, etwa was den Basketballspieler Michael Jordan betrifft (übernommen und adaptiert aus dieser Buchrezension).

  • Locke, Richard M. (2002): The Promise and Perils of Globalization: The Case of Nike (Working Paper des Industrial Performance Center am Massachusetts Instutute of Technology) 
    In diesem Working Paper werden etliche der bekannten „Sünden“ von Nike aus den 1990ern (z.B. Kinderarbeit in Pakistan, Bezahlung unter dem Mindestlohn in Indonesien, etc.) beschrieben und mit Quellen belegt. Dabei möchte der Autor zeigen, wie sich transnationale Konzerne erst langsam daran gewöhnen mussten, auch in einer globalisierten und „outgesourceten“ Welt soziale und ökologische Verantwortung wahrzunehmen. 
  • Nike, Inc. (2012) Nike FY10-11 Corporate Responsibility Report (englisch)Im Fiscal Year 2010/11 hat Nike den letzten großen Corporate Responsibility Report veröffentlicht. Darin wird ausführlich auf die verschiedenen Bereiche von Unternehmensverantwortung eingegangen sowie dargelegt, was Nike nicht alles schon jetzt berücksichtigt. Trotz des Marketing- Charakters ist diese Selbstdarstellung nicht uninteressant. Im Anhang findet man Namen und Adressen aller Zulieferfirmen. 
  • Strasser, Julie B. / Becklund, Laurie (21993): Swoosh: The Unauthorized Story of Nike and the Men Who Played There. New York: HarperBusiness. (englisch)
    This is the incredible story of how Phil Knight, with literally no financial backing, founded a small shoe company, Blue Ribbon Sports, which within one year became a billion-dollar company, today known as Nike. Strasser, Nike’s first advertising manager, and Becklund, a Los Angeles Times writer, describe the six men who, along with Knight, made Nike the most successful sporting apparel company in U.S. history. The authors take us through the hurdles that the company encountered along the way to success, including unappealing advertisements, problems with Japanese suppliers, lawsuits, credit difficulties, quota and tariff problems, and the tough competitor, Adidas. They also outline in detail Nike’s interesting and creative promotional methods from freebees for athletic teams to expensive celebrity endorsements. The book is unique in that it not only gives historical information but also delves into the thoughts of those who built Nike from an idea. (übernommen aus dieser Buchrezension von Amazon). 
  • Sneaker Stories: Ein Film von Katharina Weingartner (A / USA 2008, 95 min) 
    SNEAKER STORIES begleitet drei Jugendliche auf drei Kontinenten, die für ihre Basketball-Karriere alles geben. Sie lassen Schule, Jobs und Sicherheiten sausen, um so zu werden, wie ihre Idole aus der Turnschuhwerbung. SNEAKER STORIES ist ein Film über die Macht von Konsum und Globalisierung, der seine Spurensuche im Alltag und in den Träumen urbaner Jugendlicher betreibt. In genauen Beobachtungen werden die Auswirkungen der Marketingschlacht um das Fetischobjekt „Turnschuh“ auf die individuellen Lebensläufe der Jugendlichen dokumentiert (von http://www.sneakerstories.com/deutsch). 
  • Webseite von Nike (englisch)
    Auf dieser Seite präsentiert der Konzern Antworten auf Fragen zu allen möglichen Aspekten des Unternehmens: Social Responsibility, Gründungsgeschichte, Facts & Figures, etc.
  • Webseite der Fair Labor Association (englisch)
    Nonprofit Organisation die sich gegen Sweatshops engagiert. In eigenen Worten: Incorporated in 1999, the Fair Labor Association (FLA) is a collaborative effort of socially responsible companies, colleges and universities, and civil society organizations to improve working conditions in factories around the world. The FLA has developed a Workplace Code of Conduct, based on ILO standards, and created a practical monitoring, remediation and verification process to achieve those standards. The FLA is a brand accountability system that places the onus on companies to voluntarily achieve the FLA’s labor standards in the factories manufacturing their products. Universities affiliated with the FLA ensure that the licensees supplying their licensed products manufacture or source those products from factories in which workers’ rights are protected.
  • Clean Clothes Kampagne
    Website der Österreichischen Clean Clothes Kampagne, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie zu verbessern. Folgende Arbeitsschwerpunkte sollen nach eigenen Aussagen auf der Website dazu führen: KonsumentInnen über die Arbeitsbedingungen informieren; Ausübung von Druck auf Markenfirmen, damit diese die Produktionsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben verbessern; Unterstützung der ArbeiterInnen durch konkrete Aktionen (z.B. Protestbriefe an Unternehmen und Regierungen) und Ausschöpfen der gesetzlichen Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Auf der Website finden u.a. Informationen über verschiedene Unternehmen, Zeugenberichte über miese Produktionsbedingungen und ein Shopping-Guide mit Infos über Gütesiegel, Überprüfungsorganisationen und Ethik-Tests.

  • Internationale Arbeitsorganisation der UNO (englisch)
    The International Labour Organization (ILO) is the tripartite UN agency that brings together governments, employers and workers of its member states in common action to promote decent work throughout the world. Wichtige Aufgabe der ILO ist die Erarbeitung und Überwachung der Einhaltung von International Labour Standards, also international anerkannte Mindeststandards für die Behandlung und Bezahlung von ArbeiterInnen.

  • www.viet.net/nike 
    Nicht mehr ganz aktuelle Website der Vietnam Labor Association, die insbesondere in den 1990ern viel Information über ausbeuterische und menschenunwürdige Produktionsbedingungen in für Nike tätigen Fabriken zusammengestellt hat.

  • Video: „Flashmob CCC Puma“ 
    Video einer unangekündigten Protestinszenierung in einem Puma-Geschäft in Berlin, um auf die menschenunwürdigen Produktionsbedingungen in den Zulieferfabriken von Puma hinzuweisen.

  • Video: „Flashmob CCC Adidas“ 
    Video einer unangekündigten Protestinszenierung in einem Adidas-Geschäft in Berlin, um auf die menschenunwürdigen Produktionsbedingungen in den Zulieferfabriken von Adidas hinzuweisen.

  • Video: „Clean Clothes Discounter Aktion“
    Video eines Straßentheaters der Clean-Clothes-Kampagne um auf die menschenunwürdigen Produktionsbedingungen bei Lidl, Kik und Aldi hinzuweisen.

  • Video: „Behind the Swoosh” Nike Sweatshops: Behind the Swoosh is a video exploring the sweatshop issue. Using Nike as a case study, the film documents the widespread and oppressive and exploitative labor practices in the developing world.

H&M - Hennes & Mauritz

  • Cleanclothes Kampagne (englisch) 
    Unter diesem Link findet sich ein Artikel über eine Protestaktion der Clean Clothes Kampagne in Österreich gegen S.Oliver und Starmania, deren Hauptausstatter für Bekleidung S.Oliver gewesen ist. Beschrieben wird außerdem eine Protestinszenierung vor einem Tom-Tailor-Geschäft in Hamburg. Die beiden Aktionen haben mit dazu beigetragen, dass über 500 ArbeiterInnen in einer Produktionsfirma in Indonesien nach einer unrechtmäßigen Entlassung wieder eingestellt wurden. 
  • Mein Style – Meine Verantwortung 
    Folder der Clean-Clothes-Kampagen Österreich, in dem in kurzer Zusammenfassung die Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie beschrieben werden. Enthält außerdem eine Protest-Postkarte mit kritischen Fragen zum Versand an Unternehmen und Geschäfte. 
  • Aktionshandbuch der Clean-Clothes-Kampagne 
    Aktionshandbuch der Clean-Clothes-Kampagne Österreich mit Tipps und Vorschlägen, wie SchülerInnen aktiv werden können – von Protest-Mails über Unterschriftensammlungen bis hin zu Straßentheater. 
  • help.orf.at
    ORF-Artikel zum Vorwurf der Kinderarbeit in der usbekischen Baumwollernte für H&M.
  • Fair Trade.at
    Auf der Fair Trade Homepage findet man Informationen zu fair gehandelten Produkten, geordnet nach verschiedenen Kategorien, zB „Kaffee“, „Kakao/Schokolade“, „Reis/Getreide“. Unter der Rubrik „Baumwolle“ finden sich von Kleidung über Bettwäsche bis hin zu Badetüchern sämtliche fair gehandelte Baumwollprodukte, die es in Österreich bzw. per Internet zu kaufen gibt. 
  • Film: We Shop - Who Pays? 
    ‘We Shop - Who Pays?’ has been produced by the Swedish Fair Trade Centre. The film spotlights Swedish fashion companies, H&M in particular, but the practices’ shown in the film are common throughout the fashion industry. The film focuses on textile, garment and shoe production in Tirupur, South India and considers a number of crucial issues in the struggle to improve working conditions within these industries.

Weltladen

  • Von Hauff, Michael / Claus, Katja (2012): Fair Trade. Ein Konzept nachhaltigen Handelns. Stuttgart: UTB. 
    „Die Autoren stellen das Konzept Fair Trade aus der Perspektive nachhaltiger Entwicklung dar. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass sich der internationale Handel zwar weiterhin durch eine hohe Dynamik auszeichnet. Viele Entwicklungsländer und besonders bestimmte Bevölkerungsgruppen in diesen Ländern sind jedoch sehr unterschiedlich an den Handelsgewinnen beteiligt. Das führte zu einem starken Ungleichgewicht. Der Leser erfährt alles über die theoretische Begründung und die empirische Bedeutung des Fairen Handels. Dabei geht es auch um die entwicklungspolitische Wirksamkeit des Fairen Handels und um andere Konzepte, die eine ähnliche Zielsetzung haben.“ (übernommen von folgender Buchrezension).

  • Schaber, Carole / Van Dok, Geert (2008): Die Zukunft des Fairen Handels. Eine Publikation der Caritas Schweiz. 
    „Der Faire Handel will benachteiligten Menschen im Süden den Ausstieg aus der Armut ermöglichen, indem er ihnen mit «fairen» Regeln den Zugang zum Weltmarkt verschafft und sich gegen die Machenschaften der Mächtigen zur Wehr setzt. Zurzeit erlebt der Faire Handel einen Boom. Doch er sieht sich auch zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Wie bewältigt er sein eklatantes Wachstum und eröffnet neue Marktfelder? Bietet er überzeugende Antworten für die drängenden ökologischen Fragen? Gelingt es ihm, einen wirkungsvollen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten? Diesen Themen gehen Carole Schaber und Geert van Dok nach. Sie nehmen die Fairhandels-Akteure in die Pflicht, gemeinsam neue, bisweilen auch unsichere Wege für mehr «Fairness» im weltweiten Handeln zu beschreiten. Gleichzeitig fordern sie Politik und Wirtschaft auf, sich glaubhaft für die Anliegen des Fairen Handels zu engagieren. Damit dieser auch künftig eine Erfolgsgeschichte zugunsten benachteiligter Menschen im Süden schreibt.“ (übernommen von dieser Buchrezension).

  • Stiglitz, Joseph E. / Charlton, Andrew (2006): Fair Trade: Agenda für einen gerechten Welthandel. Hamburg: Murmann.
    „Die bisherigen Treffen und Beschlüsse der Welthandelsorganisation gehen an den Interessen vieler „Entwicklungsländer“ vorbei. Fair Trade zeigt auf, wie den ärmeren Ländern geholfen werden kann, sich durch freien Handel selbst zu helfen. Joseph E. Stiglitz, „der zurzeit bedeutendste, kreativste und einflussreichste Wirtschaftswissenschaftler“ (Die Zeit), und Andrew Charlton liefern weit reichende Vorschläge, wie das System des Welthandels verändert werden kann, um soziale Gerechtigkeit zu fördern, anstatt ökonomische Machtverhältnisse zu zementieren. Ausgehend von einem kurzen Abriss der Geschichte der Welthandelsorganisation analysieren sie, welche Themen und Ereignisse zum Scheitern der bisherigen Verhandlungen geführt haben. Und sie erläutern, welche Reformen und Beschlüsse für ein erfolgreiches Abkommen gefasst werden müssen.“ (übernommen von dieser Buchrezension

  • Boris, Jean-Pierre (2006): (Un)fair Trade. Das profitable Geschäft mit unserem schlechten Gewissen. München: Goldmann.
    „Schokolade, T-Shirts, Kaffee oder Reis - wir kaufen, ohne lange darüber nachzudenken, woher die Ware stammt und wie sie ins Supermarktregal gekommen ist. An konkreten Beispielen veranschaulicht der französische Wirtschaftspublizist Jean-Pierre Boris das Spiel der Kräfte am Weltmarkt. Ketzerisch demontiert er dabei die politisch korrekte Idee vom fairen Handel als billige Imagekampagne und schamloses Geschäft mit dem schlechten Gewissen des Verbrauchers.“ (übernommen von dieser Buchrezension)
    Der Fokus des Buches liegt aber eindeutig auf dem „freien“ Markt, der faire Handel kommt nur am Rande vor. 

  • Zervas, Georgios (2008): Global Fair Trade – Transparenz im Welthandel: Der Weg zum gerechten Wohlstand. Düsseldorf: Patmos. 
    „Zervas’ Modell eines Fairhandelssystems soll hemmungsloses Sozial- und Ökodumping weltweit verhindern und eine gerechtere Verteilung des Wohlstands fördern. Detailliert wird erläutert, wie ein wirksames globales Fair Trade-System funktioniert: Wesentliche Forderungen sind u. a.: Soziale und ökologische EU-Standards in Unternehmen durchsetzen; Prüfung der Unternehmen durch international anerkannte Institute; Ausstellung von zeitlich begrenzten Zertifikaten verbunden mit dem Recht, Produkte mit dem Global Fair Trade-Label auszuzeichnen als Signal und Kaufanreiz für den Verbraucher; Periodische Überprüfungen der Unternehmen, regelmäßiger Nachweis der Einhaltung der Standards“ (übernommen von dieser Buchrezension).

  • Busse, Tanja (2008): Die Einkaufsrevolution: Konsumenten entdecken ihre Macht. München: Heyne. 
    „Wenn niemand Eier aus Legebatterien kauft, Schnitzel von industriell gehaltenen Mastschweinen isst, Kleidung aus den Sklavenbetrieben Chinas trägt und kein Mensch von Kindern geknüpfte Teppiche kauft, werden diese Produkte vom Markt verschwinden. Eine Wirtschaftsjournalistin redet Klartext. Es gilt, sich als Verbraucher wieder ein Stück Würde zurückzuerobern. Würde, die in der Billigökonomie verloren gegangen ist. Wer will schon Teil einer menschenverachtenden Wirtschaftspraxis sein? Eines ist sicher: Die Wirtschaft wird nicht untergehen, wenn die Einkaufsrevolution losbricht. Im Gegenteil: Sie wird weiter nur dem Kunden dienen.“ (übernommen von dieser Buchrezension)

  • Fair Trade - Eine bessere Welt ist käuflich. Schwerpunktausgabe der PERIPHERIE. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt (Vol. 128, November 2012). Münster: Westfälisches Dampfboot.
    Fair Trade-Produkte füllen heute zunehmend als Massenware die Regale der Supermärkte. Der Idee nach sollte Fair Trade den unmittelbaren ProduzentInnen „faire“ oder „gerechte“ Preise garantieren, die ihnen Produktionskosten der Produkte ersetzen und ein menschliches Überleben für sie und ihre Familien ermöglichen. Nach dem allgemeinen Verständnis sollen faire Preise ein sozial und ökologisch nachhaltiges Wirtschaften sichern, die Lebensbedingungen der Bauern verbessern und die lokalen und regionalen Gemeinwesen stärken. Der organisierte Faire Handel ersetzt dabei – dem Anspruch nach – fehlende Marktmacht von kleinen Produzent_innen gegenüber den zu Weltmarktbedingungen agierenden, profitorientierten Aufkäufern, Weiterverarbeitern und Handelsunternehmen. 

    Geplant sind u.a. Beiträge zu folgenden Themen: - Veränderung von Arbeits- und Lebensbedingungen durch Fair Trade - Konzepte von „Fairness“ zur Konstruktion der Siegel - Steuerung der Wertschöpfungsketten durch Fair Trade - Fair Trade als Teilstück einer „solidarischen Ökonomie“? - Veränderbarkeit ungleicher (Tausch-)Verhältnisse durch Fair Trade? Siehe auch: http://www.amazon.de/PERIPHERIE-128-Trade-bessere-käuflich/dp/389691832X/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1397564907&sr=1-2&keywords=128.

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Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien

Abteilung Arbeitswelt und Schule
Prinz Eugenstraße 20-22
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Tel. +43 1 50165 13183
Fax. +43 1 50165 13227

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