24.05.2018

work::sounds – Wie klingt die Arbeitswelt?

Ein musikvermittelndes Projekt zur beruflichen Orientierung für SchülerInnen berufsbildender Schulen

Wie klingt die Arbeitswelt? lautet die Ausgangsfrage, anhand derer sich Jugendliche mit der ästhetischen, insbesondere der klanglichen Umgebung unterschiedlicher Berufsfelder auseinandersetzen. Den SchülerInnen wird in diesem Workshop eine sinnliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Arbeitsumgebungen und Produktionsbedingungen geboten und über einen technischen Zugang die eigene Kreativität angeregt und gefördert. Sie erleben, was es bedeutet, sich mit ästhetischen Mitteln einer Thematik anzunähern und gesammelte Eindrücke kreativ und unterschiedlich zu verwerten. Dieser Workshop versteht sich als Angebot zur beruflichen Orientierung hinsichtlich verschiedener Branchen im Bereich der Technik und lädt die SchülerInnen zur aktiven, künstlerischen Auseinandersetzung mit diesen ein.

Seit dem Schuljahr 2012/13 nahmen bereits über 1.000 Jugendliche aus verschiedenen Schulen sowie rund 20 Unternehmen am Projekt „work::sounds – Wie klingt die Arbeitswelt?“ teil. Im sechsten Durchgang im Schuljahr 2017/18 waren 195 SchülerInnen der Schulen HTL Wien 10 Ettenreichgasse, HTL Donaustadt, HTL Ottakring, TGM – Die Schule der Technik, die graphische sowie Vienna Business School Hamerlingplatz vertreten. 

Musikvermittelndes Projekt

Ein zentraler Moment des Projekts ist der Besuch jeder Klasse in einem mittleren oder großen technischen Betrieb, in dem die Jugendlichen in Kleingruppen das Unternehmen unter Anleitung sinnlich und qualitativ erforschen. Die folgenden Unternehmen ermöglichten im Frühjahr 2018 den Jugendlichen einen mehrstündigen Firmenbesuch: ELVG Bentlage, OKTO Community TV, TTTech Computertechnik AG sowie Raiffeisen Software GmbH.

Ausgestattet mit Audio-Rekordern, Fotokameras und einem zuvor erstellten Interviewleitfaden erkunden sie die Arbeitsbedingungen und -umgebungen der MitarbeiterInnen. Sie machen sich auf die Suche nach Arbeitsutensilien, die typisch für den Betrieb sind und untersuchen deren Klang.

Die auf diese Weise im Unternehmen gesammelten Materialien (Audio-Aufnahmen und Fotos von konkreten Arbeitsmomenten, Interviews mit MitarbeiterInnen) wurden in einem Studioworkshop unter Anleitung der Musiker und Produzenten Maximilian Walch (u.a. monophobe) und Marco Kleebauer (u.a. Leyya, Karma Art) zu einem gemeinsamen musikalischen Werk verarbeitet. Dieses experimentelle Stück dient gemeinsam mit einer von den Jugendlichen erstellten Fotoserie als Basis für einen kurzen Video-Clip „work::sounds“, der als Produkt des Projekts nun im Internet öffentlich zugänglich ist.

Die Ergebnisse

Fotos und Videoclips finden Sie hier