18.03.2019

Modeschmuckunternehmen Pierre Lang insolvent

Über die Pierre Lang Europe Handels­gesellschaft m.b.H. und die Hans Andersen Ges.m.b.H. wurden am 23.1.2019 Sanierungs­verfahren ohne Eigen­verwaltung eröffnet. Insgesamt sind 249 Arbeit­nehmer­Innen betroffen. Im März 2019 wurden beide Verfahren zu Konkursverfahren und ein großer Teil der Unter­nehmens­bereiche wurde konkurs­gerichtlich geschlossen. Auch bei der Pierre Lang Beteiligungs­holding GmbH, die seit 1.2.2019 in Konkurs ist, wurden wesentliche Unter­nehmens­bereiche bereits geschlossen.

Wie geht es mit den Arbeitsverhältnissen weiter?

Die offenen Ansprüche der MitarbeiterInnen bis zur Insolvenz­eröffnung dürfen nicht mehr von der Firma ausbezahlt werden, sondern müssen im Insolvenz­verfahren angemeldet werden. Die Forderungen sind gesichert durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds und zwar bis zu sechs Monate rückwirkend. Die Insolvenz­eröffnung beendet nicht die Arbeits­verhältnisse.

In den von der Schließung betroffenen Bereichen, kommt es nun zur Beendigung der Arbeitsverhältnisse. Soweit die Arbeit­nehmer­Innen nicht den berechtigten Austritt nach insolvenz­rechtlichen Bestimmungen erklären, werden die jeweiligen Masseverwalter die Kündigungen aussprechen.

Wir sind für Sie da!

In Absprache mit Betriebsrat, Gewerkschaft, Verwalter und Geschäftsführung hat die AK die notwendigen Belegschafts­versammlungen organisiert. In diesen Versammlungen haben wir die Beschäftigten darüber informiert, was die Insolvenzeröffnung und in weiterer Folge die Schließung für sie bedeutet und was zu tun ist, damit die offenen Ansprüche so rasch als möglich als Insolvenz-Entgelt ausbezahlt werden können. 

Insolvenzschutzverband vertritt Sie

Der Insolvenz­schutz­verband für Arbeit­nehmer­Innen (ISA), ein gemeinsamer Verein von AK und Gewerkschaften, vertritt Sie im gerichtlichen Insolvenzverfahren und im Verfahren, mit dem Sie Ihre Ansprüche vor dem Insolvenz-Entgelt-Fonds geltend machen.

Was wir für Sie tun

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt nun in der Ermittlung und Berechnung Ihrer offenen Ansprüche. Aufgrund von insolvenz­rechtlichen und abgaben­rechtlichen Regelungen sowie der Anforderungen des Insolvenz-Entgelt­sicherungs­gesetzes müssen Forderungen teilweise neu und anders abgerechnet werden, als in der laufenden Lohn­ver­rechnung.

Die Forderungen werden bei Gericht und bei der IEF-Service GmbH geltend gemacht und dort nach den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften geprüft. Die AK setzt sich dafür ein, dass die Prüfung rasch erfolgen und Insolvenz-Entgelt ausbezahlt werden kann.

Die bis zur Insolvenz­eröffnung offenen Forderungen konnten am 25.2.2019 eingebracht werden. Die IEF-Service GmbH hat zwischen 7.3.2019 und 13.3.2019 Bescheide erlassen und die Auszahlung von Insolvenz-Entgelt veranlasst.

Nun werden die Beendigungs­ansprüche (insbes. Kündigungs­entschädigung, offener Urlaub, offene Zeit­ausgleichs­guthaben, …) abgerechnet. Die Berechnung dieser Ansprüche ist komplexer und zeitaufwändiger. Wir bemühen uns auch weiterhin um eine rasche Bearbeitung.

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