Die nächste Bagatellsteuer? Was ein Aus für die Schenkungssteuer wirklich bedeutet!
Als Maßnahme, die letztlich nur die wirklich Reichen begünstigt, die Steuerschieflage vergrößert und zudem einen 500 Millionen-Steuer-Dominoeffekt auslösen wird, bezeichnet die Arbeiterkammer die teilweise bereits angekündigte Abschaffung der Schenkungssteuer.
„Es geht bei einer Abschaffung der Schenkungssteuer nicht nur um 35 Millionen Euro weniger Steuereinnahmen", sagt AK Direktor Werner Muhm, „es geht darum, dass mit dieser Maßnahmen wieder nur die Superreichen begünstig werden.
Es geht darum, dass damit enorme Ausfälle bei der Einkommens-steuer, der Grunderwerbs- und der Grundsteuer vorprogrammiert sind. Und es geht darum, dass die Basis für eine überfällige Steuerstrukturreform weg ist, wenn vorher die letzten Vermögensabgaben abgeschafft werden. Daher sehen wir eine mögliche Abschaffung der Schenkungssteuer so besonders kritisch."
Was ein Ende für die Schenkungssteuer nämlich wirklich bedeutet, liegt auf der Hand: Den Startschuss für ein Steuersplitting für Unternehmer. Die könnten künftig taxfrei Unternehmensanteile (oder einzelne Wirtschaftsgüter des Unternehmens oder auch einzelne Rechte am Unternehmen) an Ehegatte, Kinder, Neffen, Nichten verschenken und so viel Einkommenssteuer sparen.
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