Surfen und Mailen im Urlaub – Vorsicht vor hohen Kosten!
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Fotos aus Venedig an Freunde mailen oder E-Mails im türkischen Belek abrufen. „Vorsicht, Sie können Ihr blaues Wunder bei der Internet-Rechnung erleben, vor allem wenn sie in einem Nicht-EU-Land waren“, warnt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Im schlimmsten Fall können die Preise bis zu 207-mal höher sein als in Österreich. Das zeigt ein AK Test bei fünf Anbietern über Roamingkosten für Italien, Griechenland, Spanien, Kroatien und der Türkei.
Neu: Immerhin haben KonsumentInnen in der EU jetzt zur Kostenkontrolle eine monatliche Preisgrenze jedenfalls von 60 Euro. Zimmer rät: „Bei Durchschnittspreisen von rund sieben Euro pro Megabyte gehen Sie auf Nummer sicher und verzichten Sie aufs Mailen und Surfen im Urlaub, wenn es nicht unbedingt sein muss.“
Surfen mit USB- oder Datenkarten: ein teurer Spaß
Wer im Ausland mit der USB-Karte oder einer Datenkarte im Internet surft oder E-Mails abruft, muss mit sehr hohen Kosten rechnen. Roaming-Gebühren von bis zu 20,80 Euro pro Megabyte Datenverkehr lassen die Handy-Rechnung in ungeahnte Höhen schnellen. Das zeigt ein AK Test bei A1/Bob, T-Mobile, Orange, Drei, Tele.Ring durchgeführt im Juni für die Urlaubsländer Italien, Griechenland, Spanien, Kroatien und der Türkei.
Zum Vergleich: Im Inland zahlen KonsumentInnen fürs Surfen und Mailen zehn bis 25 Cent pro Megabyte, wenn sie ihre Datenpauschale überschritten haben. Im Ausland kostet Surfen oder Mailen durchschnittlich 6,94 Euro pro Megabyte. Im Extremfall können für das Megabyte im Ausland sogar bis zu 20,8 Euro verrechnet werden.
Neue Höchstgrenze für Datenroaming innerhalb der EU
Seit 1. Juli 2009 gibt es Höchstgrenzen für das Datenroaming innerhalb der EU. Limit ist ein Euro pro Megabyte. Das gilt aber nur für die Anbieter untereinander, also was ein Netzanbieter einem anderen verrechnen darf. Achtung: Bei den Preisen für Konsumenten fehlen noch Preisgrenzen!
Aber: Seit 1. März gibt es immerhin mehr Schutz für KonsumentInnen innerhalb der EU, damit die Rechnungen im EU-Ausland nicht zu hoch werden: eine monatliche Kostenobergrenze von rund 60 Euro (inklusive Umsatzsteuer). Die Betreiber können auch weitere Obergrenzen mit anderen (höheren oder niedrigeren) Beträgen anbieten. Wer sich bis 1. Juli nicht ausdrücklich für eine Grenze entschieden hat, für den gilt die 60-Euro-Grenze.
Bei B-Free (A1), T-Mobile, Tele.Ring, Drei und Orange kommt ausschließlich das 60-Euro-Limit zum Einsatz. A1 (bei A1 Bob, Red Bull Mobile) bietet über dieses Standardlimit hinaus noch zusätzliche Höchstbeträge an (120, 300 und 600 Euro). Innerhalb Österreichs gibt es diesen Schutz allerdings nicht.
Kundenwarnung vor Kostenüberschreitung verpflichtend
Knapp vor Erreichen des vereinbarten Höchstbetrages muss der Anbieter seinen Kunden warnen (SMS, E-Mail). Bei Erreichen des Höchstbetrags wird der Kunde benachrichtigt, wie er den Datenroaming-Dienst weiter nutzen kann und welche Kosten dafür anfallen. Meldet sich der Nutzer nicht, muss der Anbieter den Dienst sofort einstellen.
Roaming-Tarife auf einen Blick
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