Trotz Krise mehr Geld für Manager
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Aktionäre und Manager werden bestens bedient – trotz Krise. Während die Beschäftigten mit Kündigungen, Kurzarbeit und der Androhung einer Nulllohnrunde massiv unter Druck gesetzt werden, gibt es überzogene Vorstandsbezüge inklusive saftiger Prämien für Top-Manager und Bonusdividenden für Aktionäre. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AK Wien. Dabei wurden die Vorstandsvergütungen sowie die Ausschüttungspolitik der im ATX vertretenen Unternehmen untersucht. Das Ergebnis: ATX Manager verdienen 2008 das 48-fache eines Beschäftigten und trotz Krise steigt die Ausschüttungsquote bei ATX Konzernen weiter an.
- Trotz Krise mehr Geld für Aktionäre
- Verschlechterungen für Belegschaft und Kunden
- Manager verdienen das 48-fache eines Beschäftigten
- AK-Forderungen zu Managergehältern
Trotz Krise mehr Geld für Aktionäre
Auf der anderen Seite rufen Wirtschaft und Industrie nach Nulllohnrunden und Lohnverzicht. „Diese Ansagen sind falsch. Denn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die Krise nicht verursacht, also sollen sie auch nicht die Suppe auslöffeln müssen. Nulllohnrunden und Lohnverzicht sind auch wirtschafts-politisch nicht sinnvoll. Im Gegenteil: Das wichtigste ist gerade jetzt um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen und die Kaufkraft zu stärken. Und dazu müssen alle ihren Beitrag leisten. Es kann doch nicht wahr sein, dass eine kleine Gruppe so lebt, als ob es diese Krise nicht gibt und sich Dividenden und Prämien in Schwindel erregender Höhe zuteilt“, sagt Tumpel.
Die Konzerne haben in den letzten Jahren zum Teil Rekord-gewinne gemacht. Davon haben die ArbeitnehmerInnen nur sehr wenig gesehen, während sich Manager und Aktionäre großzügig bedient haben. Trotz schweren wirtschaftlichen Zeiten werden weiterhin hohe Ausschüttungen und überzogene Managergagen bezahlt. Aber gerade sollten die Geldmittel als Krisenpolster im Unternehmen belassen werden bzw Investitionen vorgenommen werden. Das schützt Arbeitsplätze und dient der Wirtschaft. „Manche Unternehmen lösen für die Ausschüttungen sogar Rücklagen auf – so geht´s wirklich nicht“, kritisiert der AK Präsident.
Ausschüttungspolitik unter der Lupe
Im Rahmen einer aktuellen Auswertung (April 2009) der AK Wien wurde die Ausschüttungspolitik sowie die Vorstandsvergütung der im ATX vertretenen Unternehmen im Krisenjahr 2008 unter die Lupe genommen. Es wurden jene Kapitalgesellschaften einbezogen, die bis zum 23. April 2009 ihren Konzernjahres-abschluss 2008 veröffentlicht haben:
Dazu zählen AUA, Andritz, bwin, Erste Bank, EVN, Flughafen Wien, Mayr Melnhof, Österreichische Post, OMV, Raiffeisen International, RHI, Schoeller Bleckmann Oilfield, Telekom Austria, Verbund, Vienna Insurance Group und Wienerberger. Diese 16 angeführten Unternehmen stellen die Datenbasis für die vorliegende Untersuchung dar. Die untersuchten Unternehmen beschäftigten im Jahr 2008 294.225 MitarbeiterInnen.
Das goldene Füllhorn
In einem ersten Schritt wurden die geplanten Ausschüttungen der ATX-Unternehmen für 2009 und die Höhe, der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschüsse untersucht bzw gegenübergestellt. Von den 16 untersuchten Unternehmen wurden die Verlustunternehmen (AUA, bwin) nicht in die Berech-nungen einbezogen, da sie mangels Gewinn keine Ausschüttungen vornehmen können.
Die Auswertung bringt folgende Ergebnisse: Die 14 ausschüt-tungsfähigen Unternehmen müssen zwar einerseits einen Gewinnrückgang von -1,3 Mrd. Euro bzw. -18,1% auf 5,8 Mrd. Euro hinnehmen, planen andererseits aber Ausschüttungen in der Höhe von mehr als 1,9 Mrd. Euro. Die effektive Ausschüt-tungsquote der untersuchten Unternehmen steigt damit deutlich von 28,2% auf 33,7% auf Basis des Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Gegenüber 2007 ist die Ausschüttungsquote von 24,9% sogar um fast 9 Prozentpunkte angestiegen.
Die folgende Tabelle zeigt, dass trotz Gewinnrückgängen im Bilanzjahr 2008 die im Jahr 2009 geplanten Ausschüttungen gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres nominell nahezu konstant bleiben und gegenüber 2007 noch deutlich steigen:
| 14 ATX-Unternehmen mit positiven Jahresüberschüssen in Tausend Euro | 2007 | 2008 | 2009 | 08/09 |
|---|---|---|---|---|
| Ausschüttungen | 1.629.693 | 1.988.085 | 1.949.127 | -2,00% |
| Bezugsgröße (Jahresüberschuss des Vorjahres auf Basis IFRS Konzernabschluss) | 6.541.163 | 7.051.290 | 5.776.698 | -18,10% |
| Ausschüttungsquote in % des Jahresüberschusses des Vorjahres (effektive Ausschüttungsquote) | 24,90% | 28,20% | 33,70% | |
Tabelle: Ausschüttungsquote bei ATX Unternehmen auf Basis IFRS Konzernabschluss
Quelle: ATX Auswertung der AK Wien auf Basis veröffentlichter Konzerngeschäftsberichte bzw. vorläufiger Daten lt. Homepage; Ausschüttungen auf Basis des Vorschlag für die Hauptversammlung
Bis auf RHI und Wienerberger haben alle untersuchten Unternehmen Ausschüttungen bereits vorgenommen bzw. geplant, bei mehr als der Hälfte gab es steigende Ausschüttungsquoten, die Top-5 Ausschüttungsquoten stellen sich wie folgt dar:
| Ausschüttungsquote in % des Konzernüberschusses des Vorjahres | 2008 | 2009 |
|---|---|---|
| Telekom Austria | 67,30% | Hohe Ausschüttung trotz Verlust!*) |
| Österreichische Post | 137,00% | 142,00% |
| Flughafen Wien | 60,00% | 59,90% |
| Vienna Insurance Group | 33,10% | 57,90% |
| Verbund | 41,70% | 40,90% |
| Durchschnittliche Ausschüttungsquote 14 ATX-Konzerne | 28,20% | 33,70% |
Tabelle: Die Top 5 Ausschüttungsquoten der ATX Unternehmen
Quelle: ATX Auswertung der AK Wien auf Basis veröffentlichter Konzerngeschäftsberichte bzw. vorläufiger Daten lt. Homepage; Ausschüttungen auf Basis der Vorschläge für die Hauptversammlung
*) Konzern-Verlust von -48,8 Mio. Euro, Ausschüttungen von 331,8 Mio. Euro
Treueboni für Aktionäre
Aus Sicht der AK ist es gerade angesichts der Wirtschaftskrise besonders wichtig, dass die erwirtschafteten Gewinne für den Fortbestand des Unternehmens bzw. Investitionen eingesetzt werden. Für die Aktionäre ist dies nicht zum Nachteil, da das Einbehalten von Gewinnen den Unternehmenswert nachhaltig steigert. Es ist somit nicht einzusehen, dass viele Arbeitnehmer-Innen um die Sicherung und den Erhalt ihrer Arbeitsplätze bangen, während die Aktionäre mit Treueboni und Sonder-dividenden belohnt werden.
zum SeitenanfangVerschlechterungen für Belegschaft und Kunden
An den Beispielen Telekom Austria, Österreichische Post wird diese Problematik besonders deutlich: Auf der einen Seite kräftige Steigerungsraten bei den Dividendenzahlungen, auf der anderen Seite wurden massive Verschlechterungen für Beschäftigte und Kunden angekündigt (Personalabbau, Verschlechterungen bei der Infrastruktur bzw. Filialschließungen).
Telekom Austria
Während auf Basis des IFRS-Konzernabschluss bei der Telekom Austria ein Verlust von -48,8 Mio. Euro zu Buche steht, wurde auf Einzelabschluss-Basis ein Jahresüberschuss von 222,4 Mio. Euro erwirtschaftet: Da als Grundlage für die Gewinnverteilung entsprechend dem österreichischen Aktiengesetz der UGB Ab-schluss dient, mussten für die geplante Dividende in der Höhe von rd. 332 Mio. Euro, im Einzelabschluss Gewinnrücklagen von über 109 Mio. Euro aufgelöst werden.
Um Aktionäre zu verwöhnen und eine Dividende von 0,75 Euro pro Aktie zu zahlen, greift das Unternehmen demnach auf Rücklagen zu, die gerade in Krisenzeiten als wichtiger Puffer dienen.
Österreichische Post
Die Österreichische Post wird laut Ankündigungen voraussichtlich im Jahr 2009 für den Jahresabschluss 2008 neben einer Basis-dividende wieder zusätzlich eine Bonusdividende auszahlen. Noch im März 2009 kündigten die Verantwortlichen der Post AG hingegen an, mehrere hundert Filialen zu schließen und Personal einzusparen.
Im Vorjahr wurde ebenfalls bereits zu Lasten der Kapitalreserven eine Bonusdividende an die Aktionäre ausbezahlt. Das Perioden-ergebnis des Geschäftsjahres 2008 beträgt laut Konzern-abschluss 118,9 Mio. Euro, Basis für die Gewinnverteilung ist allerdings entsprechend dem österreichischen Aktiengesetz der Jahresabschluss der Österreichischen Post AG zum 31.12.2008.
Laut Geschäftsbericht wurden Kapitalrücklagen (eiserne Reserven!) in der Höhe von 81,5 Mio. Euro aufgelöst, um den Plan, eine Dividende in der Höhe von rund 168,9 Mio. Euro auszuschütten, einzuhalten. In den letzten beiden Jahren wurden insgesamt 144 Mio. Euro und Kapitalrücklagen via Sonder-dividende ausbezahlt.
zum SeitenanfangManager verdienen das 48-fache eines Beschäftigten
In einem zweiten Schritt wurde die Vorstandsvergütung der ATX Unternehmen untersucht: Es wurden jene 16 Kapitalgesellschaften einbezogen, die bis zum 23. April 2009 ihren Konzernjahres-abschluss 2008 veröffentlicht haben. Ein Unternehmen davon konnte aufgrund der Anwendung der Schutzklausel gemäß § 241 Abs 4 UGB (d.h. keine Pflicht zur Veröffentlichung der Vergütung bei nur zwei Vorstandsmitgliedern) nicht einbezogen werden.
Das Ergebnis: Die Gagen der heimischen Managerelite steigen trotz sinkender Aktienkurse und Gewinnrückgängen auch im Jahr 2008 weiter leicht an. Die durchschnittliche Vorstandsgage in den analysierten ATX-Unternehmen liegt 2008 über 1,3 Mio. Euro pro Kopf, das ist das 48-fache (2007: 47-fache, 2006: 45-fache) des durchschnittlichen Bruttobezugs von 27.257 Euro eines Beschäftigten pro Kopf in diesen Unternehmen:
Durchschnittliche Vorstandsgage/Kopf 2008: 1,3 Mio. Euro (+0,4%)
| in Euro | 2006 | 2007 | 2008 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Vorstandsgage/Kopf | 1.170.838 | 1.299.295 | 1.304.624 | 0,40% |
| Bruttobezug/Kopf | 25.814 | 27.495 | 27.257 | -0,90% |
| Verhältnis Vorstandsgage/Kopf Bruttobezug/Kopf | 45 | 47 | 48 | |
Tabelle: Pro Kopf Vergütungen von Vorstand und ArbeitnehmerIn;
Angaben laut veröffentlichten Geschäftsberichten 2006, 2007 und 2008 der folgenden
ATX-Unternehmen: Andritz, AUA, bwin, Erste Bank, EVN, Flughafen Wien, Mayr-Melnhof Karton, Österreichische Post, OMV, Raiffeisen International, RHI, Telekom Austria, Verbund, Vienna Insurance Group und Wienerberger
Gehälter und Prämien steigen, Löhne sinken
Im Jahr 2008 haben die Vorstände in den analysierten Unter-nehmen im Durchschnitt um 0,4% pro Kopf mehr verdient als im Jahr davor, der Bruttobezug eines/r Beschäftigten pro Kopf ist hingegen um -0,9% zurückgegangen. Dieser Rückgang bei Löhnen und Gehältern ist in erster Linie auf laufende Opti-mierungsprozesse, Zentralisierung und Flexibilisierung sowie Expansionen nach Zentral- und Osteuropa zurückzuführen.
Bei den durchschnittlichen Gagen pro Kopf sind die Vorstände der OMV und Andritz mit jeweils mehr als 3 Mio. Euro bzw. 2 Mio. Euro pro Jahr die Top-Verdiener, gefolgt von der Erste Bank und Raiffeisen International (RI) mit mehr als 1,5 Mio. Euro pro Kopf.
AUA Management: Vorstandsgagen nahezu verdoppelt
Bei den Steigerungsraten pro Kopf fällt der enorme Anstieg bei der AUA auf: Trotz des Rekordverlusts von -429,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2008, haben sich die Vorstandsgagen des AUA Managements von 1,4 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro nahezu verdoppelt: Gründe dafür sind in erster Linie Managementwechsel (Abfindungen,...) und ein Anstieg der variablen Vergütung. Werden die gesamten Vorstandsbezüge auf die aktiven Vorstandsmitglieder umgelegt, kassieren die AUA-Vorstände demnach pro Kopf im Durchschnitt über 948.000 Euro, im Vergleich zum Vorjahr (419.000 Euro pro Kopf) mehr als doppelt soviel.
Auch die Vorstandsetage von Raiffeisen International erhält im Jahr 2008 mit 9,3 Mio. Euro mehr als die Hälfte zusätzlich an Vergütungen, darin sind auch Gewinne aus Aktienoptionen in der Höhe von 3,7 Mio. Euro enthalten. Pro Kopf verdiente ein RI-Vorstand im Durchschnitt rd. 1,6 Mio. Euro, das ist ein Plus von 56,4% im Vergleich zum Vorjahr (991.000 Euro pro Kopf).
TOP 5 – Steigerungsraten pro Kopf
| in Tausend Euro | 2007 | 2008 | 07/08 |
|---|---|---|---|
| AUA | 419 | 948 | 126,30% |
| Raiffeisen International*) | 991 | 1.550 | 56,40% |
| Vienna Insurance Group**) | 829 | 1.217 | 46,90% |
| OMV*) | 3.120 | 3.557 | 14,00% |
| Verbund | 739 | 831 | 12,60% |
Tabelle: Angaben laut veröffentlichten Geschäftsberichten 2007 und 2008 der folgenden
ATX-Unternehmen: Andritz, AUA, bwin, Erste Bank, EVN, Flughafen Wien, Mayr-Melnhof Karton, Österreichische Post, OMV, Raiffeisen International, RHI, Telekom Austria, Ver-bund, Vienna Insurance Group und Wienerberger
*) davon Stock Options pro Kopf: OMV: 1,7 Mio. Euro, Raiffeisen International: 613 Tsd. Euro
**) inklusive Sonderremuneration für erfolgreiche Kapitalerhöhung
AK-Forderungen zu Managergehältern
1. Angemessenheit und Nachhaltigkeit als Kriterien für Prämie
Wenn Prämien bezahlt werden, sind sie neben finanziellen auch an nichtfinanzielle Kriterien (soziale, ökologische) zu knüpfen. Diese Verpflichtung ist im Aktienrecht verbindlich zu verankern. Für die AK darf dabei beispielsweise die „Schaffung von neuen Arbeitsplätzen“ und „Schaffung von Ausbildungsplätzen“ in keinem Kriterienkatalog fehlen. Die Kriterien selbst sind vom gesamten Aufsichtsrat zu erarbeiten und zu beschließen. Jeder einzelne Vorstandsvertrag mit einer Prämien-Vereinbarung bedarf ebenfalls einer Zustimmung durch den Aufsichtsrat.
Angemessenheit muss auch in Bezug auf die Entwicklung der internen Personalaufwendungen sowie in Bezug zur branchen- und landesweiten Vergütung stehen – dies ist ebenfalls im Aktiengesetz zu präzisieren.
Um die langfristige Orientierung von Prämienzahlungen zu forcieren, dürfen Prämien erst nach einer Frist von drei Jahren ausbezahlt werden.
2. Maßnahmen gegen unangemessen hohe Abfindungen
Abfindungen werden in der Regel dann ausbezahlt, wenn befristete Managerverträge vorzeitig aufgelöst werden. Unangemessen hohen Abfindungen ist ein Riegel vorzuschieben.
Ein Misstrauensvotum der Hauptversammlung würde einen wichtigen Grund (neben strafrechtlichen Vergehen oder groben Sorgfaltsverletzungen) darstellen, einen befristeten Vertrag vorzeitig zu lösen. In diesem Fall sollte rechtlich verankert werden, dass eine vereinbarte Abfindungsregelung durch den Aufsichtsrat reduziert werden kann. Beharrt der Aufsichtsrat trotzdem auf der ursprünglichen Vereinbarung, hat er dies gegenüber der Hauptversammlung zu begründen.
Sämtliche Abfindungen ab 500.000.-€ sollen nicht mehr als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können. Dadurch würde die KöST-Bemessungsgrundlage nicht durch die unangemessen hohe Abfindungen verringert werden.
Vertragliche Regelungen über Sonderabfindungen sind nach Vertragsabschluss im Rahmen des nächsten Jahresabschlusses offenzulegen.
3. Keine Vergütung in Form von Stock Options für Vorstände von Unternehmen mit Beteiligung durch die öffentliche Hand
Managementvergütungen in Form von Stock Options haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Gehälter unverhältnis-mäßig explodiert sind. Sie stehen in keinem Zusammenhang zur „Leistung“ des Managements und belohnen vor allem kurzfristige Maßnahmen, die dazu beitragen, den Aktienkurs zu steigern. Die AK fordert, dass bei allen Unternehmen, an denen eine öffentlich-rechtliche Körperschaft (zB Bund, Land, Gemeinde) eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von mehr als 25 % hält, keine Stock Option Pläne als Vergütung von Vorständen ausgegeben werden dürfen.
4. Gesetzliche Verpflichtung zur Einzelveröffentlichung von Vorstandsbezügen, getrennt nach fixen Bezügen und Prämien
Aus Sicht der AK sollten die börsennotierten Unternehmen und die großen im öffentlichen Interesse stehenden Unternehmen in die gesetzliche Verpflichtung zur Einzelveröffentlichung von Vorstandsbezügen einbezogen werden. Eine Regelung auf freiwilliger Ebene im Corporate Governance Kodex reicht nicht aus.
Weitere AK-Forderungen- Mehr Transparenz bezüglich der Vorstandsbezüge für die Aktionäre in der Hauptversammlung
- die Möglichkeit ein Misstrauensvotum abzugeben;
- Mehr Transparenz bei der Festsetzung der Vorstandsbezüge im Aufsichtsrat: Information aller Aufsichtsratsmitglieder über die vereinbarten Bezüge
- Transparenter Ausweis von Stock-Options im Jahresabschluss, wie zB die gesamte Belastung für das Unternehmen;
- Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit von Managergehältern: ab 500.000,- keine Absetzbarkeit als Betriebsausgabe bei der Berechnung der Körperschaftssteuer
- Cooling off Periode für Wechsel des Vorstands in den Aufsichtsrat: Ein ausgeschiedener Vorstand darf erst nach Ablauf von 2 Jahren in den Aufsichtsrat des betreffenden Unternehmens wechseln;
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