AK zu Post-Plänen: Hausaufgaben machen statt hohe Ausschüttungen versprechen!
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Poststellen müssen für jeden leicht erreichbar bleiben
„Weniger an die Aktionäre denken, mehr für die nachhaltige und konsumentenfreundliche Entwicklung der Postdienste tun“, sagt der AK Experte für Post- und Telekomdienste, Mathias Grandosek, zu den vorgestellten Plänen der Post AG. Die Post hatte angekündigt, 75 Prozent des Nettoergebnisses als Dividenden auszuschütten.
„Seit Jahren glänzt die Post vor ihren Aktionären mit hohen Ausschüttungsquoten“, so Grandosek. Stattdessen sollte jetzt gerade im Zuge großer Umstrukturierungen vor allem eine Verbesserung der Postdienstleistungen im Vordergrund stehen. „Ziel muss langfristig sein, ein flächendeckendes Filialnetz auch mit posteigenen Geschäftsstellen und qualitativ gute Dienstleistungen aufrechtzuerhalten, damit alle weiterhin ohne großen Aufwand Zugang zu gesicherten Postleistungen haben.“
Versorgungsqualität sichern
Das neue Postmarktgesetz hat erstmals die Rahmenbedingungen der kommenden Jahre festgeschrieben und ermöglicht dadurch eine gewisse Planungssicherheit. Es hat auch die Voraussetzungen für eine flächendeckende Versorgung mit Postgeschäftsstellen geschaffen. Jetzt ist es auch Aufgabe der Post AG, diese Vorgaben schnell umzusetzen. „Die vorgeschriebene Zahl von 1.650 Geschäftsstellen muss rasch erreicht werden. Das ist ohnehin deutlich weniger als die über 2.300 Postämter, die es noch vor 10 Jahren gegeben hat.“
Der Umbau des Filialnetzes und die Umwandlung von posteigenen Filialen zu Postpartnern dürfen nur unter den im neuen Postmarktgesetz genau festgelegten Voraussetzungen stattfinden. Hier ist die Regulierungsbehörde gefordert, streng auf die Einhaltung der Bedingungen zu achten. Nur wenn etwa eine dauerhafte Kostenunterdeckung in einer Filiale vorliegt, nur wenn Gespräche mit den Gemeinden vorangegangen sind und nur wenn Ersatzlösungen gefunden werden, darf demnach ein Postamt geschlossen werden. Die Regulierungsbehörde muss hier jede einzelne Filialschließung unter die Lupe zu nehmen.
Forderung
Die AK fordert von der österreichischen Post deshalb eine langfristige Unternehmensstrategie, die sich nicht ausschließlich an den Bedürfnissen der Aktionäre orientiert, sondern vor allem im Sinne der bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung und auch im Sinne der MitarbeiterInnen der Post Verantwortung zeigt. Die Post ist als Unternehmen auch im Hinblick auf die völlige Liberalisierung des Marktes gut aufgestellt, auch wenn die Wirtschaftskrise ihre Spuren hinterlässt. Das zeigen ja gerade die hohen Dividendenzahlungen. Jetzt geht es vorrangig darum, die Qualität der Versorgung zu erhöhen.
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