Post: AK begrüßt Bures-Bescheid zum Schließungs-Stopp

Versorgungssicherheit klären

„Gut, dass zuerst die Versorgungssicherheit geklärt wird, damit nicht 193 Postämter ersatzlos zugesperrt werden“, sagt Herbert Tumpel, Präsident der Arbeiterkammer Wien (AK), zum Postamt-Schließungs-Stopp. Eine SORA-Umfrage im Auftrag der AK zeigt: Ein großer Teil der PostpartnerkundInnen wünscht sich dezidiert wieder ein Postamt für ihre Gemeinde. Es ist nicht einzusehen, warum die Post zwar Gewinne macht und Dividenden in Millionen-höhe ausschüttet, aber trotzdem weiter ihre Zusperrpolitik betreibt.

Postpartner-Kunden wünschen sich ihr Postamt zurück

Eine SORA-Studie im Auftrag der AK zeigt: Rund 44 Prozent der befragten Postpartner-KundInnen wünschen sich ihr Postamt zurück. Zwölf Prozent geben an, dass ihnen postspezifische Leistungen fehlen. Über 75 Prozent der PrivatkundInnen sind der Meinung, dass die Post keine Filialen zusperren soll, solange sie Gewinne macht. Befragt wurden 900 Privat- und Business-KundInnen von Postämtern und Postpartnern.

Postgesetz rasch beschließen

Das zeigt: Das Postmanagement darf nicht gegen den Willen und auf Kosten der Bevölkerung noch mehr Profite für einige wenige Aktionäre rausholen. Das Postgesetz, dass die Schließung von Postämtern an bestimmte Kriterien bindet (Versorgungs-sicherheit), muss so rasch wie möglich beschlossen werden, fordert die AK.

Es kann nicht sein, dass die Beschäftigten und die Bevölkerung die Leidtragenden von den Interessen einiger Weniger sind. Die Post steht wirtschaftlich gut da, sie hat nicht nur unternehmer-ische, sondern vor allem Versorgungsziele zu erfüllen. Die Politik muss sie dabei unterstützen. Gut, dass das manche in der Regierung auch so sehen.

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