Umfrage zu Persönlicher Schutzkleidung (PSA): Frauen unzufriedener als Männer
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Umfrage zur Zufriedenheit mit PSA
Eine Persönliche Schutzausrüstung (PSA) dient der Vermeidung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen. Der österreichische Verband zur Förderung der Arbeitssicherheit (VAS) und die AK Wien führten gemeinsam eine Befragung zur Zufriedenheit mit PSA durch.
Modische PSA für Frauen und Männer gleich wichtig
Ein modisches Erscheinungsbild bei PSA ist der Hälfte der Frauen und fast der Hälfte der Männer wichtig. Bei den Sicherheitsvertrauenspersonen ist die Bedeutung der Mode weniger ausgeprägt (wichtig rund 30 Prozent Frauen und rund 40 Prozent Männer).
Eigene Passform für Frauen wenig bekannt
Die Bekanntheit von PSA mit eigener Passform für Frauen am Markt ist erst gering (26 Prozent Frauen und 22 Prozent Männer). Bei den Sicherheitsvertrauenspersonen haben knapp über 30 Prozent der Frauen und immerhin 40 Prozent der Männer davon Kenntnis.
Seit Jahren wird das Marktangebot erweitert, wie z.B. formschöne und vom Schuhleisten passende Schutz- und Sicherheitsschuhe oder Arbeits- und Schutzbekleidung mit Damenschnitten, um zwei Gruppen zu nennen.
Hohe Unzufriedenheit beim Tragekomfort
Jedoch extrem hohe Unzufriedenheit beim Tragekomfort
Wird allerdings nach konkreten Problemen mit der PSA abgefragt, gaben insgesamt mehr Frauen (33 Prozent) als Männer (24 Prozent) Probleme an. Von den abgefragten Unzufriedenheitsfaktoren herrscht mit Abstand die höchste Unzufriedenheit beim Tragekomfort.
PSA schützt, belastet auch teilweise und macht krank
Obwohl PSA schützt, kommt es durch das Tragen von PSA selbst und durch die Verwendung von dem Menschen nicht passender, also nicht ergonomischer PSA zu Arbeitsbelastungen, die für knapp drei Prozent aller Krankenstände verantwortlich sind.
Allgemein hohe Zufriedenheit mit PSA
Sehr zufrieden mit ihrer PSA sind Sicherheitsvertrauenspersonen (100 Prozent) bei Frauen und etwas weniger (97 Prozent) bei Männern. Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind mit ihrer PSA überwiegend zufrieden (drei Viertel der Frauen und rund 90 Prozent der Männer).
Schutzwirkung: Umfrage zeigt erschreckendes Bild
Die Umfrage ergab jedoch ein erschreckendes Bild bei der Zufriedenheit betreffend die Schutzwirkung bei in Gebrauch befindlicher PSA. Nach PSA-Gruppen beträgt der Anteil der Unzufriedenen:
- Handschutz 31,3 Prozent
- Absturzschutz 26,7 Prozent
- Kopfschutz 24,5 Prozent
- Atemschutz 24,4 Prozent
- Augenschutz 23,0 Prozent
- Gehörschutz 21,1Prozent
- Fußschutz 18,1 Prozent
- Körperschutz 17,4 Prozent
PSA wird bereitgestellt und getragen
Erfreulich ist das Umfrageergebnis bei der Bereitstellung von PSA durch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei Männern mit rund 90 Prozent. Nicht akzeptabel ist das Ergebnis jedoch bei Frauen. Ihnen steht PSA lediglich in rund 65 Prozent der Fälle tatsächlich zur Verfügung.
Die Bereitstellung von PSA sinkt je kleiner der Betrieb ist. Bei mehr als 100 Beschäftigten beträgt sie rund 96 Prozent, bei 51 bis 100 Beschäftigten 87 und bei weniger als 51 Beschäftigten 83 Prozent.
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