Begrenzung der Bankerboni durch EU geht nicht weit genug
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Boni auf nachhaltige Kriterien ausrichten
„Die EU-Regelung zur Begrenzung der Bankerboni ist nur ein kleiner, erster Schritt in die richtige Richtung“, kommentiert AK Präsident Herbert Tumpel den Beschluss des Europäischen Parlaments. Die alleinige Ausrichtung auf den Aktienkurs reicht nicht aus, um hochriskante Geschäfte zu verhindern.
Höchste Zeit für neue Vergütungssysteme
„Es ist höchste Zeit für neue Vergütungssysteme, die sich an sozialen und beschäftigungsrelevanten Kriterien orientieren, die auch für mehr Nachhaltigkeit sorgen“, fordert Tumpel. Kritisch sieht die AK auch, dass vom Europäischen Parlament keine Obergrenze definiert wurde. Zwar müssen die Boni in Zukunft in einem „angemessenen Verhältnis zum jeweiligen Grundgehalt“ stehen, die Grenzen aber können die Banken selbst festlegen. Damit bleibt es prinzipiell bei der Selbstregulierung von Bonizahlungen, aber auch sonst verändert die neue Regelung nichts in der grundsätzlichen Ausgestaltung von Vergütungssystemen.
Maßlose Bonuszahlungen für kurzfristige Gewinne haben die Finanzkrise mitverursacht. Gerade im Bereich des Investmentbankings haben sie den Händlern Anreize gegeben, unüberschaubare Risiken einzugehen, die Folgen für das gesamte Bankensystem nach sich gezogen haben. Die Arbeiterkammer tritt für eine grundsätzliche Neuausrichtung von Vergütungs-Modellen für die Entlohnung von Managern ein.
Forderung
Die AK fordert deshalb:
1. Die steuerliche Absetzbarkeit von Vorstandsbezügen muss auf 500.000 Euro begrenzt werden.
2. Boni müssen an nachhaltigen Kriterien statt einseitig an den Aktienkursen ausgerichtet sein.
3. Maßnahmen gegen unangemessen hohe Abfindungen müssen ergriffen werden.
4. Bei Gehältern muss es mehr Transparenz geben, z.B. durch eine individuelle Veröffentlichung.
5. Aufsichtsrat und Hauptversammlung müssen mehr Verantwortung bekommen.
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