Tumpel fordert Arbeitsmarktpaket gegen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Älteren

Mehr als 396.000 Arbeit Suchende

Auch wenn es gegenüber Jänner zu einem leichten Rückgang der Zahl der Arbeit Suchenden gekommen ist, musste im vergangenen Februar ein Ansteigen der Zahl der Arbeit Suchenden gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr registriert werden.

Mit fast 313.000 arbeitslos registrierten Personen und rund 83.500 Arbeit Suchenden in Schulungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice (AMS) ist die Arbeitslosigkeit in Österreich gegenüber Februar 2009 um über 11.000 Betroffene gestiegen. Besonders (plus 7,3 Prozent) stark gestiegen ist die Zahl der Arbeit Suchenden bei den Älteren.

Ältere Arbeitnehmer besonders betroffen

„Die schwierige Arbeitsmarktlage trifft zur Zeit voll die älteren ArbeitnehmerInnen. Bei ihnen ist die Arbeitslosigkeit wie schon im Jänner überproportional gestiegen. Wir werden rasch ein Arbeitsmarktpaket auch für diese Beschäftigtengruppe brauchen“, ist AK Präsident Herbert Tumpel überzeugt.

Eckpunkte müssen sein: Prävention im Gesundheitsbereich, neue Arbeitszeitmodelle zur Stabilisierung der Beschäftigung (zB. Bildungsteilzeit, freiwillige Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich und Entfall der Ersatzarbeitskraft oder Abbau von Überstunden) und Maßnahmen für rasche Wiederbeschäftigung arbeitslos gewordener älterer ArbeitnehmerInnen.

Verstärkte Maßnahmen für Ältere

Mit mehr als 396.000 Arbeit Suchenden ist die Arbeitslosigkeit im Vorjahresabstand weiter um über 36.000 Personen bzw mehr als 10 Prozent gestiegen. Während sich die Situation bei den jüngeren ArbeitnehmerInnen auf hohem Niveau fast stabilisiert hat, steigt die Arbeitslosigkeit bei den Älteren überdurchschnittlich an. Deshalb braucht es für den AK-Präsidenten verstärkte Maßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik für diese Gruppe.

„Wer will, dass die Menschen länger in Arbeit bleiben, der muss auch dafür sorgen, dass die Betroffenen länger auf dem Arbeitsmarkt sein können.“ Die Eckpunkte eines solchen Paketes sollten neben der Prävention im Gesundheitsbereich vor allem auch die Stabilisierung der Beschäftigung Älterer durch neue Arbeitszeitmodelle und verstärkte Maßnahmen zu raschen Wiederbeschäftigung arbeitslos gewordener älterer ArbeitnehmerInnen sein.

Unterstützung für die Jungen

Gleichzeitig dürfen die erreichten Erfolge etwa bei den Jungen durch eine enge Budgetpolitik nicht gefährdet werden. „Die Jungen brauchen weiterhin volle Unterstützung, es muss aber auch budgetären Spielraum für die Älteren geben“, verlangt der AK-Präsident.

  • Drucken Weiterleiten | Mehr

Anfrage zum Artikel

*
*
*
*
*
*
*
*
*

Anfrage zum Artikel



Danke - Ihre Anfrage wurde weitergeleitet.