Ende der Förderung der Kinderbetreuung ist falsches Signal

Immer noch fehlen 35.000 Plätze für Unter-3-Jährige

„Den Ausbau der Kinderbetreuung nicht mehr zu fördern wäre ein völlig falsches Signal. Nach wie vor fehlen in Österreich bundesweit 35.000 Kindergartenplätze für die Unter-3-Jährigen und nur bei 15 Prozent sind die Öffnungszeiten ausreichend. Der Bund muss den Ausbau daher unbedingt weiter fördern und darf nicht ein weiteres Jahr warten“, fordert AK Präsident Herbert Tumpel.

Die Bundesmittel haben sich ausgezahlt: Es wurden mehr Betreuungsplätze für Kleinkinder geschaffen und die Öffnungszeiten in Kindergärten ausgeweitet. Diese Förderung braucht Kontinuität, alles andere wäre ein völlig falsches Signal.

Wachstum gibt es nur mehr bei Teilzeitjobs

Außerdem ist Kinderbetreuung ein Muss, um die Beschäftigungschancen von Frauen zu sichern. Zahlreiche Untersuchungen zeigen auf, dass sich Investitionen in Kinderbetreuung rentieren. Die Wirtschaftskrise hat zu einer Stagnation in der Frauenbeschäftigung geführt. Wachstum gibt es nur mehr bei Teilzeitjobs, während die Vollzeitbeschäftigung zurückgeht.

Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Frauen und insbesondere der Wiedereinsteigerinnen ist anhaltend hoch. Der Sozialbericht zeigt einen klaren Zusammenhang auf, dass die Armuts-Gefährdung von Familien aufs engste mit der Frage verknüpft ist, ob die Frau erwerbstätig ist.

Die konsequente Förderung des Ausbaus der Kleinkindbetreuung und die Verbesserung der Öffnungszeiten in Kindergärten sind also eine wichtige Unterstützung für die Frauenbeschäftigung. Der Beitrag des Bundes zum Ausbau der Kinderbetreuung muss daher fortgesetzt werden – und zwar sofort.

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