Gefährliche Arbeitsstoffe
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Ein besserer Schutz vor den Auswirkungen gefährlicher Arbeitsstoffe kann durch die konsequente Anwendung persönlicher Schutzausrüstung, besser aber durch die entsprechende Einrichtung des Arbeitsplatzes (Absaugung von Schadstoffen) und vor allem durch die Substitution von Schadstoffen durch ungefährliche Stoffe erzielt werden.
Die Arbeitnehmerschutz-Gesetzgebung könnte wesentlich zum besseren Schutz beitragen, indem die MAK-Werte („Maximale Arbeitsplatzkonzentration“) betreffend gefährliche Arbeitsstoffe laufend dem aktuellen Forschungsstand angepasst werden – was in den letzten Jahren verabsäumt wurde.
Fallbeispiel: Herr P. arbeitet als Parkettleger
Ein Fallbeispiel, in dem auch wieder Mehrfachbelastung – in diesem Fall durch eine erzwungene Körperhaltung – vorliegt: Herr P. arbeitet seit 17 Jahren als Parkettleger. Er ist 54 Jahre alt.
Niemand hat ihm gesagt, dass er beim Kleben und Versiegeln auf jeden Fall einen Atemschutz tragen soll. Seit einiger Zeit ist er vergesslicher als früher. Er kann sich auch nicht mehr so gut konzentrieren. Früher hat er in seiner Freizeit gern Sport betrieben. Das tut er seit einiger Zeit nicht mehr, was ihm aber gleichgültig ist.
Schädigungen des Nervensystems
Er hat auch früher viel mit seiner Familie in der Freizeit unternommen. Das ist jetzt nicht mehr der Fall, was zu der einen oder anderen Auseinandersetzung mit seiner Frau geführt hat. Seine Leistungsfähigkeit hat nachgelassen. Er ist öfter niedergeschlagen und bleibt am liebsten zu Hause. Sein Denken ist langsam geworden. Ab und zu hat er Schwierigkeiten, etwas kompliziertere Handlungen auszuführen.
Dadurch, dass er bei der Arbeit oft und lange Zeit gekniet ist, schmerzen seine Knie. Er kann sie auch nicht mehr so gut bewegen wie früher. Der Meniskusschaden, den er auf diese Weise davon getragen hat, muss möglicherweise operiert werden.
Schadstofffreie Produkte einsetzen
Die beste Antwort auf den Einsatz lösemittelhaltiger Parkettkleber und -lacke, die hier die Schädigungen des Nervensystems von Herrn P. verursacht haben, wäre vor allen Dingen die Substitution durch schadstofffreie oder -arme Produkte – was vielleicht kurzfristig Kostennachteile für den Betrieb bedeutet, aber schwere Erkrankungen und viel höhere Kosten für das Gesamtsystem vermeidet.
Erfreulicherweise zeichnet sich hier in den letzten Jahren eine Entwicklung ab, die darauf hinausläuft, dass zunehmend ungiftige Lösungsmittel verwendet werden.
Persönliche Schutzausrüstung
Derselbe Gedanke gilt für das Thema Schutzausrüstung: Ergonomisch optimaler Atemschutz und Knieschutz kosten vielleicht kurzfristig mehr als Billigalternativen, zahlen sich aber langfristig aus. Freilich muss der Arbeitgeber auch dafür sorgen, dass die Schutzausrüstung konsequent verwendet wird und die gesetzlich vorgeschriebenen Eignungs- und Folgeuntersuchungen eingehalten werden.
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