AK enthüllt Gedenkzeichen für Käthe Leichter
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Mit einem Gedenkzeichen würdigte die Arbeiterkammer Wien Käthe Leichter, die 1942 von den Nazi auf einem Vernichtungstransport aus dem KZ Ravensbrück umgebracht wurde.
Käthe Leichter baute in den 20-er Jahren die frauenpolitische Abteilung der AK Wien auf, neben anderen haben ihr die Hausgehilfinnen viel zu verdanken. Daran erinnerte heute bei der Enthüllung des Gedenkzeichens AK Wien-Vizepräsidentin Renate Lehner: Leichters Bemühungen haben dazu geführt, dass die Hausgehilfinnen in die Sozialversicherung einbezogen wurden.
Vorkämpferin der Gleichberechtigung der Frauen
Das Gedenkzeichen ist an der Außenwand des ehemaligen AK-Gebäudes in der Wiener Ebendorferstraße angebracht – auf den Initialen Käthe Leichters aus Glas ist der Erinnerungstext an sie eingefräst. Gestaltet hat das Gedenkzeichen die Künstlerin Ingeborg Kumpfmüller. Enthüllt wurde es von der Zweiten Nationalrats-präsidentin Barbara Prammer im Beisein von Käthe Leichters Sohn Henry und dessen Frau. Das Leben Käthe Leichters würdigten ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits und die Wiener Städträtin Renate Brauner.
„Es geht darum, für und mit unseren KollegInnen für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen", verknüpfte AK Wien-Vizepräsidentin Renate Lehner die heutigen Aufgaben der ArbeitnehmervertreterInnen mit der Würdigung der Arbeit und des Lebens von Käthe Leichter. Leichter ist für Lehner eine Vorkämpferin. Als Gründerin der AK Wien-Frauenabteilung in den 20-er Jahren habe sie zuerst die schlechte soziale Lage der HausgehilfInnen öffentlich gemacht – und schließlich „wesentliche soziale Rechte" für sie durchgesetzt.
Kämpferin gegen den Faschismus
Als eine der ersten, die sich in Österreich für Frauenrechte eingesetzt hat, würdigten auch die anderen Rednerinnen Käthe Leichter. Sie war eine der ersten Frauen, die an der Wiener Universität als Doktorin der Staatswissenschaften promovierte. Mit ihrem Wissen stellte sie sich an die Seite der Arbeiterbewegung und organisierte zwischen 1934 und 1938 den Widerstand gegen den Faschismus, bis sie 1938 von der Gestapo verhaftet und 1942 auf einem Vernichtungstransport aus dem KZ Ravensbrück ermordet wurde.
Käthe Leichters Mann Otto konnte mit den beiden Söhnen flüchten. Ihr Sohn Henry Leichter berichtete bei der Gedenkzeichen-Enthüllung von den wenigen, aber für ihn eindrucksvollen Erinnerungen, die er an seine Mutter in ihrem Büro in der Ebendorferstraße hat: „Für mich ist es sehr viel, meine Kindheit wieder aufleben zu lassen." Das Gedenkzeichen, gestaltet von der Künstlerin Ingeborg Kumpfmüller ist ein K und ein L aus Glas, in das eine Würdigung Käthe Leichters eingefräst ist.
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