Einkommensschere schließen, Maßnahmenpaket statt Freiwilligkeit

Frauen verdienen viel weniger

Das mittlere Bruttojahreseinkommen von Frauen ist um 41 Prozent geringer als von Männern. Wird nur mehr das Einkommen von Vollzeitbeschäftigten verglichen, beträgt der Einkommens-unterschied noch immer 22 Prozent und werden alle Faktoren herausgerechnet, die die Lohnunterschiede erklären können wie Arbeitszeit, Branche, Tätigkeit, Bildung und Betriebszugehörigkeit, so bleiben noch immer 15 Prozent Lohnunterschied übrig.

Die Ursachen für die Lohnunterschiede setzen sich aus vielen Faktoren zusammen. Es beginnt bei der Bildungs- und Berufswahl, der ungleichen Aufteilung von Betreuungspflichten, der geringeren Bewertung von Tätigkeiten, die überwiegend von Frauen verrichtet werden sowie der geringeren Bewertung von Teilzeitarbeit bis hin zu Nachteilen bei den beruflichen Karrieremöglichkeiten.

Gleiche Chancen am Arbeitsmarkt!

„Die Einkommensschere wird sich nur dann verringern, wenn auf allen Ebenen ernsthafte Anstrengungen unternommen werden, um Frauen die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Da wird es nicht ausreichen, nur auf Freiwilligkeit zu setzen“, sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Notwendig ist ein Paket aus Maßnahmen, die eine Garantie auf qualitätsvolle Kinderbetreuung, Sensibilisierung aber auch ein wirksames Vorgehen gegen Benachteiligungen vorsehen.

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