Jedes 3te Unternehmen ignoriert Verhaltenskodex
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„Kein Wunder, dass es kein Vertrauen in börsennotierte Unternehmen gibt“, sagt der Leiter der Betriebswirtschaftsabteilung der AK Wien, Heinz Leitsmüller.
Vertrauen in börsennotierte Unternehmen leidet
60 Prozent der Unternehmen ignorieren die Verhaltensregeln zur verantwortungsvollen Unternehmensführung und verpflichten sich nicht dem Corporate Governance Kodex. Selbst jene Unter-nehmen, die sich zum Kodex bekennen, müssen Verstöße lediglich berichten. Sanktionen gibt es keine. Es hat sich gezeigt, dass dieser freiwillige und zahnlose Kodex keine Wirkung hat. Wir brauchen klare gesetzliche Regelungen zur Unternehmenskontrolle.
Verpflichtende Regelung statt freiwilliger Kodex!
„Die freiwillige Basis des Corporate Governance Kodex erweist sich als untauglich“, kritisiert die AK anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Regelwerks zur Unter-nehmensführung. Wie eine AK-Studie zeigt, halten sich gerade einmal 14 von 90 Unternehmen an die individuelle Veröffentlichung der Vorstandsgehälter. Insgesamt gibt es 250 Regelabweichungen. Das ist eindeutig zu viel.
Außerdem ist der Kodex lückenhaft:
Aspekte wie die explodierenden Managergehälter und der Missstand, dass nur jeder zwanzigste Vorstand oder Aufsichtsrat mit einer Frau besetzt ist, werden im Kodex gar nicht aufgegriffen. Die AK fordert daher eine gesetzliche Basis für die Vereinbarungen und die Einbeziehung von fehlenden Aspekten wie Managergehältern und Frauenquoten.
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