Koordinierte Energiewende statt überbordende Kosten für die KonsumentInnen

Die AK sagt ja zu mehr Energieeffizienz und zum Ausbau Erneuerbarer Energie. Aber derzeit läuft etwas schief: Die Energiewende wird für die Haushalte immer teurer – die Ökostromförderkosten erreichen 2013 für einen durchschnittlichen Haushalt (3.500 kWh) 64 Euro (inkl. MWSt) und damit um 43 Prozent mehr als 2012.

Gesamtkonzept statt teurer Fleckerlteppich

Die Haushaltsenergiepreise liegen über dem EU-Durchschnitt, obwohl die Strom-Großhandelspreise sinken. Und mit den hohen Ökostrom- Fördergelder werden zweistellige Renditen erzielt (Windkraftbetreiber) und unwirtschaftliche Biogasanlagen künstlich am Leben erhalten. „Jetzt reicht es – kein energiepolitischer teurer Fleckerlteppich, sondern ein koordiniertes, faires Konzept für die Energiewende muss her“ fordert die AK. Die Energiewende kann nur mit den KonsumentInnen gelingen und nicht gegen sie.

Für die Förderung des Ökostroms zahle ein durchschnittlicher Haushalt im Jahr 2013 bereits 64 Euro (inkl. MWSt), um 43 Prozent mehr als 2012. Damit betragen die Ökostromkosten schon rund 10 Prozent der Jahresstromrechnung. Und der Vergleich der Ökostromerzeuger mit den hohen Förderkosten in Deutschland hinkt. Denn Deutschland winkt – ob der vielen Ausnahmen für ihre Industrie - bereits die Einleitung eines Verfahrens der EU-Kommission wegen verbotener Beihilfen.

Einseitige und kurzsichtige Energiepolitik

In Österreich wird mit den Geldern der KonsumentInnen die Steigerung der Renditen von Windkraftbetreibern finanziert. Die AK Analysen zeigen, dass die Umsatzrendite des größten Windkraftbetreibers bei 13 % liegt, die der traditionellen Energieversorger im Vergleich dazu liegt bei rund 5,5 %. Und auf der anderen Seite der Förderskala werden Biogasanlagen massiv gefördert, obwohl nach eigenen Angaben der Branche zwei Drittel vom Konkurs bedroht sind.

Durch die überbordende, unkoordinierte Förderung von Ökostromanlagen müssen KonsumentInnen zusätzlich immer mehr für Ausgleichsenergie zahlen, die notwendig ist, um das Stromnetz stabil zu halten. Dazu kommt der Ausbau neuer Netze. Und auch die Netzbetreiber fordern mehr Geld. „Am Ende zahlen nur mehr die KonsumentInnen die Energiewende – jetzt reicht es mit dieser einseitigen, kurzsichtigen Energiepolitik“, sagt die AK.

  • Drucken Weiterleiten | Mehr

Anfrage zum Artikel

*
*
*
*
*
*
*
*
*

8 + 2 =
*

Anfrage zum Artikel



Danke - Ihre Anfrage wurde weitergeleitet.