Tumpel fordert Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
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Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Juli weiter verschlechtert. Rund 228.000 Personen waren im Juli arbeitslos registriert, über 58.000 befanden sich in Schulungen. Das ist gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr ein Anstieg der Arbeit Suchenden um 8,7 Prozent. Die Arbeitslosigkeit stieg vor allem bei den Älteren (plus rund 13 Prozent).
Unterstützung bei der Wiederherstellung der Gesundheit
„Besonders jene mit gesundheitlichen Vermittlungsein-schränkungen brauchen Unterstützung bei der Wiederherstellung ihrer Gesundheit und beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt“, sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Die aktuell angegangene Reform der Invaliditätspension bedeutet, dass die Situation bei der Altersarbeitslosigkeit noch schwieriger wird und das mehr gesundheitlich beeinträchtigte ArbeitnehmerInnen umgeschult werden müssen.
„Wichtig ist, dass diese Umschulungen so erfolgen, dass für die Betroffenen trotz ihrer gesundheitlichen Situation ein möglichst guter Wiedereinstieg in die Arbeit möglich wird. Insbesondere was das Einkommen und die Arbeitsbedingungen angeht“, sagt Tumpel und verlangt, dass es keine „Billigschulungen“ geben darf. „Auch nicht für ungelernte oder schlecht qualifizierte Arbeitnehmer-Innen. Auch sie brauchen eine gute berufliche Ausbildung, damit sie auf dem Arbeitsmarkt eine Chance haben.“
Unternehmen müssen ihre Verantwortung wahrnehmen
Die AK sieht auch die Unternehmen gefordert. Sie müssen ihre Verantwortung für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz wahrnehmen. Die Novelle des ArbeitnehmerInnen-Schutzgesetzes muss vorangetrieben werden, die psychischen Belastungen auf den Arbeitsplätzen müssen genauso ernst genommen werden wie die physischen.
Darüber hinaus fordert der AK Präsident ein wirkungsvolles Bonus-Malus-System, das jene Arbeitgeber bestraft, die ältere ArbeitnehmerInnen kündigen. „Erst mit der Novelle des ArbeitnehmerInnen-Schutzgesetzes und der Einführung eines Bonus-Malus-Systems ist das im Herbst 2011 vereinbarte Sozialpartnerpaket umgesetzt“.
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